Artikel mit Vorlesefunktion
Hier finden Obdachlose auf dem Kiez ein Dach über dem Kopf
Mitten auf der Reeperbahn steht „Olli’s Regenbogenhaus“ – eine Zimmervermietung für Menschen, die auf dem normalen Wohnungsmarkt keine Chance hätten. Ein Blick hinter die knallbunte Fassade.
Viel Not, viel Herz
Obdachlosigkeit und Verelendung sind auf St. Pauli allgegenwärtig. Aber viele Menschen auf dem Kiez helfen den Betroffenen – egal ob Anwohnerin, Wirt oder Polizist.
Trotz allem nett geblieben
Nach fünf Jahren auf der Straße lebt Dirk, 53, wieder in einer Wohnung. Eine Gewalttat hat sein Leben für immer verändert.
„Schuld ist für mich etwas Persönliches“
Jahrelang hat Hannes Classen zur Lebensgeschichte seines Opas Erwin Classen geforscht. Der war einst in Hamburg Strafrichter – während der zwölf Jahre des NS-Regimes.
Das Acht-Stunden-Diktat
Stundenlang Tiktok-Feeds abschreiben: Was als Experiment über den eigenen Medienkonsum begann, wurde für Schüler:innen der Heinrich-Hertz-Schule zu einer ungewöhnlichen Kunstaktion. Die Jugendlichen sind inzwischen fertig mit der Schule, doch aus dem Projekt „Diktat“ entsteht jetzt „Open Diktat“ – ein Konzept, das andere Schulen übernehmen können.
Das Salz in der Festivalsuppe
Das „Musik-Treffen“ ist die anarchische Mini-Version des Reeperbahn Festivals. Zum dritten Mal findet das Underground-Festival auf St. Pauli statt. Statt internationaler Stars spielen lokale Geheimtipps zu günstigen Preisen.
Kürzen am unteren Ende
Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, Sozialticket: Der Staat will bei den Armen kürzen. In Hamburg würde das mehr als 100.000 Menschen betreffen.
Zukunft Sauerteigsitter?
Kai, 53, verkauft Hinz&Kunzt vor Edeka in der Friedrich-Ebert-Straße in Pinneberg.
Rette sich – wer es schafft
Inklusion war im Bevölkerungsschutz lange zweitrangig – bis eine Tragödie die Leerstelle aufzeigte. Endlich arbeitet auch Hamburg an neuen Konzepten.
Willkommen zu Hause
Nach acht Jahren auf der Straße konnte sich Marian im Hinz&Kunzt-Winterprogramm endlich erholen. In einer Kirchenkate hat er jetzt eine dauerhafte Bleibe gefunden – was seitdem passiert, kann er kaum glauben.
Zwischenstopp Foodtruck
Vor drei Jahren machte sich Hinz&Künztler Paul mit einem Streetfood-Wagen selbstständig. Aber nach wenigen Monaten musste Paul die Reißleine ziehen, verkauft jetzt wieder Hinz&Kunzt und ist zufrieden damit.
Im tiefen Männersumpf
Frauenfeindliche Influencer erreichen auf Social Media Millionen junger Männer. Der Hamburger Schauspieler Robert Lindemann hält mit Humor dagegen. Bringt das was?
Keine Deutschstunde verpasst
Maras Vater starb früh, dann auch noch ihr Ehemann. Um in Hamburg Fuß zu fassen, lernt die Rumänin deutsch. Die 52-Jährige verkauft Hinz&Kunzt vor Lidl in Steilshoop.
Not-to-Do: Faschismus
Teil 5 der Känguru-Reihe von Marc-Uwe Kling ist noch rebellischer als seine Vorgänger. Im Interview spricht sein Erfinder über den Roman und wie er damit die Demokratie retten will.
War mein Schwiegerurgroßvater Inuit?
Woher kam der Mann, der einst mit dem Schiff in Hamburg anlandete und in die Familie einheiratete? Solche Fragen beantwortet die Genealogische Gesellschaft. So forschen Sie mit.
„Wo eine Bank steht, da war mein Zuhause“
Roberts Körper ist kaputt – ärztliche Hilfe bekam er erst durch Hinz&Kunzt. Der 58-Jährige verkauft das Magazin vor Edeka in Hanstedt.
Sicherheit im Wohncontainer
Obdachlose Frauen erleben häufig Übergriffe und sexualisierte Gewalt. Das Containerprojekt der Caritas bietet ihnen einen Schutzraum – und Gemeinschaft.
„Winter ist richtig schwer“
Im Januar ist Hamburg geradezu im Schnee versunken. Wie Obdachlose versucht haben, sich zu schützen – und wie die Stadt reagiert hat.
„Faschismus ist wirkungslos, wenn wir lachen“
Der Hamburger Comedian Nico Semsrott will ein Verbotsverfahren gegen die AfD anstoßen. Seine „PRÜF“-Demos betrachtet er schon als Erfolg, weil immer mehr Bundesländer sich seiner Forderung anschließen – auch Hamburg.
Mit allen Mitteln gegen Obdachlose
Donald Trump geht mit voller Härte gegen die 770.000 Obdachlosen in den USA vor. Ihre Situation verschlimmert sich seit der Finanzkrise immer mehr, analysiert Autor Jan Tölva.
„Ich will meine Geschichte erzählen“
Kelly, 60, verkauft Hinz&Kunzt vor Edeka in der Conventstraße.
Ein Haus für alle
Menschen in Wohnungsnot leben unter einem Dach mit Eigentümer:innen – in diesem Bauprojekt in Ottensen funktioniert das gut. Davon profitieren alle.
„Alle sind weggegangen“
Mihai, 62, verkauft Hinz&Kunzt vor Rewe in Barsbüttel. Seine Heimat Rumänien musste er nach der Wende verlassen – so wie viele andere auch.
Wieder im Spiel
Dirk Richter hatte Job, Familie – und eine große Leidenschaft: Billard. Dann stürzte er ab, wurde obdachlos und verkaufte Hinz&Kunzt. Heute steht er wieder am Billardtisch – bei der Deutschen Meisterschaft.
Altona kürzt Pfandsammler Sozialhilfe
Das Altonaer Sozialamt kürzt einem Rentner die Hilfe, weil er sich mit Pfandsammeln etwas dazuverdient. Für die Sozialbehörde eine „theoretische Frage“, mit der sie sich nicht beschäftigen will.
Wo schläfst du im Winter?
Winternotprogramm, Zelt oder Auto? Wir haben Hinz&Kunzt-Verkäufer gefragt, wie sie die kalte Jahreszeit überstehen wollen – und wieso.
TikTok in die Klassenzimmer!
Tiktok, Instagram und Künstliche Intelligenz haben im Unterricht nichts verloren? Die Stadtteilschule am Heidberg in Langenhorn sieht das anders. Hier wird mit anstatt gegen digitale Medien gearbeitet. Zu Besuch in einer sechsten Klasse.
„Quizzybär“ will’s in der Kneipe wissen
Welches Team weiß am meisten? Im „Galopper“ in Eimsbüttel wird diese Frage an zwei Abenden pro Woche beim Kneipenquiz beantwortet.
Aus Versehen feministisch
„Huah!“ sind zwei Männer und zwei Frauen – in den 1980ern war das noch ungewöhnlich. Jetzt gibt die Punk-Band ihr erstes Konzert seit 14 Jahren. Ein Treffen zeigt: Es ist ein bisschen kompliziert mit der Gleichberechtigung.
Noch eine Hürde mehr
Wenn sie nicht gerade in einer Notunterkunft schlafen, leben Kevin und Christin in Hamburg auf der Straße. Doch damit nicht genug: Sie sitzen im Rollstuhl.
Ausgrenzung im Gesundheitssystem
Die Medizinpädagogin Christin Beschorner hat untersucht, wie obdachlose Menschen in Notaufnahmen behandelt werden. Spoiler: nicht sonderlich gut. Ärzt:innen und Pflegekräfte müssen sich besser auf diese Patient:innengruppe einstellen.
German Soul von der Veddel
Carsten Meyer und Jacques Palminger haben „Songs for Joy“ initiiert. Der Film über das Mitmach-Projekt kommt jetzt in die Kinos.
„Seid nicht so bescheuert wie ich“
Teyfik Sahin saß jahrelang im Knast. Heute hilft der Geschäftsführer von „Gefangene helfen Jugendlichen“, junge Menschen von der schiefen Bahn abzubringen. Redakteur Jonas Fabricius-Füllner hat ihn getroffen.
2 von 39
Nach einem erfolgreichen Modellprojekt ist Housing First in Hamburg seit September Teil der regulären Hilfen für Obdachlose. David und Vitalij sind 2 von 39 Menschen, die so eine Wohnung gefunden haben.
Gleich nebenan – und doch weit weg
Nirgendwo sonst in Hamburg liegen Armut und Reichtum so dicht beieinander wie im Bezirk Altona. Die Großwohnsiedlung Osdorfer Born und die Villenkolonie Hochkamp trennen keine zwei Kilometer – und trotzdem Welten.
Der dritte Anschlag von Mölln
İbrahim Arslan überlebte als Siebenjähriger den rassistischen Brandanschlag von Mölln. Dass Hunderte Menschen Solidaritätsbriefe geschickt hatten, erfuhr seine Familie erst vor Kurzem.
Totgeprügelt, unvergessen
Marian ist tot – weil er brutal zusammengeschlagen wurde. Das charmante Lächeln unseres ehemaligen Verkäufers fehlt im Hinz&Kunzt-Haus.
Zwischen Strafen und Hilfe
Toleranz im Konsumraum einerseits, Verfolgung durch die Polizei andererseits: Wie Hamburg mit Drogen umgeht und wie suchtkranke Menschen damit leben.
Wieso Drogen verboten wurden
In ihrem Buch „Der Große Rausch“ erzählt die Historikerin Helena Barop die Geschichte der Prohibition nach. Hier erklärt sie, wieso Drogenverbote nur wenig mit dem Gesundheitsschutz der Konsumierenden zu tun haben.
Baukrise, aber nicht für Hotels
Der Wohnungsbau stockt – doch Hotels sprießen weiter in rauen Mengen aus dem Boden. Woran liegt das?
Der Mann am Boden
Was tun, wenn einem ein verelendeter Mensch buchstäblich vor die Füße fällt? Über eine Begegnung, die in Hamburg alltäglich erscheint und doch unzählige Fragen aufwirft.
Hamburgs neue Härte
Regierungen in Bund und Land wollen die Zahl der Abschiebungen aus Hamburg weiter steigern. Am Flughafen werden dabei Menschenrechte verletzt, kritisiert die Diakonie.
„Asozial“ – ein Stigma wirkt bis heute
Schon immer diente der Begriff „asozial“ als Stigma. In früheren Zeiten konnte es für Unangepasste und Arme den Tod bedeuten – und es wirkt bis heute.
Was Armut mit Kindern macht
Eine Kindheit in Armut kann Menschen ihr Leben lang prägen, sagt der Soziologe Aladin El-Mafaalani. Gute Schulen könnten helfen.