Stundenlang Tiktok-Feeds abschreiben: Was als Experiment über den eigenen Medienkonsum begann, wurde für Schüler:innen der Heinrich-Hertz-Schule zu einer ungewöhnlichen Kunstaktion. Die Jugendlichen sind inzwischen fertig mit der Schule, doch aus dem Projekt „Diktat“ entsteht jetzt „Open Diktat“ – ein Konzept, das andere Schulen übernehmen können.
Diktate gehören normalerweise nicht zu den Schulerlebnissen, an die man sich später gerne erinnert. Für Antonia Segendorf und Piet Sommerhoff aus dem Medienprofil der Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg ist das anders. Kurz nach ihren Abiturprüfungen treffen sich die beiden mit ihrer Lehrerin Miriam Höfler, um über ein „Diktat“ zu sprechen, das ganze acht Stunden dauerte: In mehreren öffentlichen Performances schrieben sie ihre Tiktok-Feeds ab, angeleitet vom Berliner Konzeptkünstler Joachim Bosse. Sie hielten das, was sonst im Sekundentakt an ihnen vorbeirauscht, auf Papier fest – und waren so gezwungen, über ihren Social-Media-Konsum nachzudenken.
„Der Sinn des Projekts war zu zeigen, wie absurd es ist, dass wir Jugend...
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