Moin!
Was Sport angeht, bin ich ziemlich begeisterungsfähig. Olympia ist da keine Ausnahme. Während der Sommerspiele 2024 habe ich meine Schwimmleidenschaft entdeckt: Freistil, Rücken, Schmetterling, Brust – ich habe mir alles angeschaut. Auch das Radrennen durch Montmartre habe ich geliebt! Andererseits: Dass massenhaft Obdachlose und Geflüchtete aus Paris vertrieben wurden, war kein Geheimnis. Und darüber, ob das viele Geld, das die Spiele gekostet haben, nicht anderswo besser investiert worden wäre, kann man ebenfalls streiten. Auf eine mögliche Hamburger Bewerbung schaue ich deshalb mit gemischten Gefühlen.
Pünktlich zum Referendum am 31. Mai beschäftigen wir uns ausführlich mit Olympia. Wir haben den schnellsten Mann Deutschlands getroffen: den Hamburger Owen Ansah, der auch in Paris dabei war. Wir waren beim Luruper Verein LuFisch zu Gast, der die Integration von Kindern durch Schwimmunterricht fördert und trotz Problemen bislang kein Geld von der Stadt erhält, während der Senat gleichzeitig Millionen für eine temporäre olympische Schwimmarena ausgeben will. Und wir haben mit Paul Alauzy gesprochen, der 2024 in Paris als Aktivist gegen die Spiele gekämpft hat.
Doch bevor über Olympia abgestimmt wird, feiert Hamburg im Mai Hafengeburtstag. Dass zu diesem Anlass wie jedes Jahr zahlreiche Kreuzfahrtschiffe die Stadt anfahren, nehmen wir zum Anlass, uns mit den Arbeitsbedingungen in den schwimmenden Hotels auseinanderzusetzen. Und: Wir haben Faith MC getroffen. Der querschnittsgelähmte Rapper hat uns unter anderem erzählt, wie er mit Hasskommentaren auf Social Media und gesundheitlichen Rückschlägen umgeht – und dabei seine positive Haltung bewahrt.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
Ihr Lukas Gilbert
Redaktion