Ein Schwimmbadbesuch geht in Hamburg ordentlich ins Geld. Damit möglichst viele Kinder schwimmen lernen können, betreibt ein Verein in Lurup ein Lehrschwimmbecken. Doch es droht die Schließung, obwohl der Senat Millionen für eine temporäre olympische Schwimmarena ausgeben will.
An einem Nachmittag im März hat Grace* gemerkt, dass ihr Kopf nicht untergeht, wenn sie das Wasser mit den Händen teilt. „Ich brauche die Schwimmnudel nicht“, hat sie gedacht. Das war vor einer Woche, im Zeitgefühl einer Neunjährigen lange her. Heute schwimmt sie schon eine ganze Bahn im zehn Meter langen Lehrschwimmbecken an der Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup. Mit dem Blick der erfahrenen Schwimmlehrerin hat Katja Prahl ihre Schülerin beobachtet. Wenn Grace weiter solche Fortschritte macht, bekommt sie bald das Seepferdchen. Was macht ihr am meisten Spaß? „Zu tauchen. Besonders nach den Muscheln“, sagt die Grundschülerin und zeigt auf bunte Plastikobjekte am Beckenrand.
Grace trägt eine blaue Badekappe, auf der ein weißer Fisch prangt: das S...
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