Der Jugendautor Nils Mohl schreibt über das Aufwachsen in einer Hochhaussiedlung und das Aushalten von Gegensätzen. Aus Erfahrung: Mohl stammt aus Jenfeld.
Auf der blauen Brücke? Auf der blauen Brücke! Einen besseren Ort, um sich in Jenfeld mit Autor Nils Mohl zu treffen, gibt es wohl nicht. Weithin sichtbar spannt sie sich über die sechsspurige Rodigallee, die nach ein paar Metern den vierspurigen Öjendorfer Damm kreuzt. Blau angestrichen, wobei die Farbe mittlerweile arg blättert, verbindet sie das Jenfelder Einkaufszentrum mit dem dazugehörigen Parkhaus; 1975 gebaut, als man sich etwas anderes, als mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, nicht recht vorstellen konnte. Wird das Parkhaus noch benutzt? Wir gehen rüber, rütteln erfolglos an Stahltüren. Auf der Vorderseite führt eine metallene Wendeltreppe in ziemliche Höhen. Doch auch der Zugang zum obersten Deck bleibt verschlossen. „Hier oben haben wir oft abgehangen, geredet, Quatsch gemacht, Zeit ohne Ende verbracht“, sagt Nils Mohl.
Ist da ein wenig Wehmut in der Stimme? Nils Mohl ist in Jenfeld aufgewachs...
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