Liebe Leserin, lieber Leser!
Ich wohne in der Nähe des Hamburger Flughafens. Als ich vergangenen Monat im Homeoffice saß, habe ich deshalb lautstark mitbekommen, wie Bundeswehr-Tornados dort Starts und Landungen übten. Zivile Flughäfen, schreibt die Bundeswehr auf ihrer Webseite, sind „im Verteidigungsfall fest eingeplante Start- und Landeoptionen. Genau dieses Szenario probt die Luftwaffe in Hamburg“. Geräuschtechnisch fühlte ich mich hineinkatapultiert in den Schwerpunkt dieser Ausgabe: Katastrophenschutz.
Darin haben wir uns unter anderem gefragt, ob und wie Hamburg Menschen mit Behinderung, mit Sprachbarrieren, Alte, Kranke und Obdachlose im Krisenfall erreicht. Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 ertranken zwölf Menschen mit Behinderungen im Erdgeschoss eines Wohnheims. Diese Tragödie machte deutlich, dass inklusiver Katastrophenschutz nicht selbstverständlich ist – obwohl die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen genau den verlangt.
Seeleute müssen regelmäßig auf ihren Schiffen Krisen- und Kriegsgebiete durchqueren – und hart arbeiten. Ihre Lebensbedingungen bleiben den Menschen an Land meist verborgen. Eine britische Wohltätigkeitsorganisation hat dagegen ein Rezept gefunden: Sie ruft Seeleute jährlich dazu auf, ihr Leben an Bord für einen Wettbewerb zu fotografieren. Wir zeigen Ihnen ein paar echte Kunstwerke.
Ein Happy End erwartet Sie gleich zu Beginn des Magazins: Unser Verkäufer Marian ist im Juni in eine Kirchenkate gezogen. Schon im Hinz&Kunzt-Winterprogramm hatte er sich sichtlich von den Strapazen auf der Straße erholt. Jetzt ist Marian kaum wiederzuerkennen. Sein Beispiel zeigt, wie eine sichere Unterkunft dazu führen kann, dass ein vormals obdachloser Mensch neuen Lebensmut fasst.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
Ihre Annette Woywode
Redaktion, CvD





