In den vergangenen zwei Jahren hat die städtische Saga gerade mal 911 Wohnungen fertig gestellt. Für 2026 verspricht das Unternehmen mehr als 1000 neue Wohnungen.
Saga-Mieter:innen zahlen für ihre Wohnung im Schnitt weiterhin rund 30 Prozent weniger als andere Mieter:innen. Laut einer am Mittwoch vorgestellten Bilanz beträgt die monatliche Durchschnittsmiete bei der Saga 7,56 Euro pro Quadratmeter – der Hamburger Mietenspiegel hingegen liegt bereit bei 9,94 Euro pro Quadratmeter.
Trotz der vergleichsweise geringen Mieten hat das Unternehmen im zurückliegenden Jahr einen satten Gewinn von 238,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Angesichts dieses Erfolgs schlägt die Opposition jetzt Mietsenkungen vor. Ein solcher Schritt sei „sozial nachhaltiger“, sagt Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Das entlastet nicht nur die Saga-Mieter:innen, sondern senkt auch den Mietenspiegel.“ Schließlich fließen in dessen Erhebung alle veränderten Mieten ein – nicht nur steigende, sondern eben auch sinkende Mieten.
Doch angesichts der weiterhin wachsenden Investitionen werden die Mietpreise bei der Saga auch in Zukunft „moderat“ steigen, hieß es bei der Bilanzpressekonferenz. Wurden im vergangenen Jahr von 700 Millionen in Neubau und Sanierung investiert, rechnet das Unternehmen künftig mit Ausgaben von mehr als einer Milliarden Euro jährlich.
Davon sollen mehr Hamburger:innen profitieren. Aktuell befinden sich mehr als 2000 Wohnungen im Bau, teilte Vorständin Snezana Michaelis mit. Etwa 1000 davon sollen noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Nachdem die Saga 2024 und 2025 nur etwas mehr als 900 Wohnungen auf den Markt gebracht hatte, wäre das ein großer Erfolg.
