Moin!
Ich habe einen ziemlich geraden Bildungsweg hingelegt: Abitur, Studium, Praktika, Volontariat. Und jetzt bin ich Redakteur und darf diese Zeilen schreiben. Dass das auch etwas mit meiner Herkunft zu tun hat, ist mir schon länger klar. Und doch führen mir der Alltag bei Hinz&Kunzt und die Gespräche mit unseren Verkaufenden immer wieder aufs Neue vor Augen, welches Glück ich hatte.
Wer etwa in Armut aufwächst, gewalttätige Eltern hat oder nach Deutschland flüchten muss, braucht schon krass viel Disziplin, um in unserem Bildungssystem zu bestehen. Und Glück. Für unseren Schwerpunkt „Bildung für alle!“ haben wir Schulforscher Matthias Forell gefragt, wie unser Bildungssystem gerechter gestaltet werden könnte. Wir waren in einer Beruflichen Schule zu Besuch, in der Jugendliche, die kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, auf eine Ausbildung vorbereitet werden. Und wir haben eine Unterrichtsstunde des Schulhafens im Münzviertel begleitet. In der Volkshochschule der anderen Art können Wohnungslose und Menschen mit wenig Geld neben Sprach- auch Computer- und Musikkurse besuchen.
Für unser Stadtgespräch war ich in Billbrook unterwegs. Dort will die Stadt auch in diesem Winter wieder bis zu 300 Obdachlose in einem ehemaligen Hotel unterbringen. Die Menschen, mit denen ich vor Ort gesprochen habe, stören sich nicht grundsätzlich an Notunterkünften in ihrer Nachbarschaft – und doch regt sich Unmut.
Außerdem finden Sie im Magazin Eindrücke vom Ausflug der Hinz&Kunzt-Kochgruppe ins Alte Land. Im „Gasthaus zur Post“ haben Silvia, Markus und Co. Rezepte für den kommenden Hinz&Kunzt-Jahreskalender ausprobiert. Es hat ihnen offensichtlich gut geschmeckt!
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.
Ihr Lukas Gilbert
Redaktion





