Randnotizen vom 23.10.2026
Wie geht es nach einer Plattenräumung weiter?

+++ Medizinischer Notfallfonds aufgebraucht +++ Stadt räumt Platten – und dann? +++

Im Frühjahr habe ich Mehmet kennengelernt: ein freundlicher Mann, der am Rand der Speicherstadt im Schutz einer Fußgängerbrücke schlief. Eines Tages räumte die Stadt seine Platte – es habe Beschwerden von Anwohnenden gegeben.

So wie Mehmet erging es dieses Jahr bereits mindestens 123 weiteren obdachlosen Menschen. Die Fraktion Die Linke wollte nun vom Hamburger Senat wissen, was aus den Betroffenen geworden ist – und bekam vor allem unbefriedigende Antworten. Wie viele ein Bett in einer der Wohnunterkünfte der Stadt angeboten bekommen, werde „nicht gesondert statistisch erfasst“. Ebenso wenig erheben die Ämter, wie oft Plattenräumungen von Straßensozialarbeitenden begleitet werden, erklärte der Senat. Was die Linksfraktion fordert, lesen Sie in unserer Online-Meldung.

Bekannt wurde diese Woche auch, dass in Hamburg immer weniger Wohnungen gebaut werden – und auch immer weniger bezahlbare. Nicht mal 2000 Sozialwohnungen sind vergangenes Jahr fertiggestellt worden, erklärte der Senat auf Nachfrage der CDU – so wenig wie seit Jahren nicht. Was das für Menschen mit geringem Einkommen wie etwa für Studierende bedeutet, lesen Sie in den „Zahlen des Monats“ unserer Oktober-Ausgabe: Wie das Projekt „Datengeschichten“ für Hinz&Kunzt berechnet hat, kostet ein neu angemietetes Zimmer in einer Hamburger Wohngemeinschaft im Durchschnitt inzwischen 620 Euro. 

 Im Magazin erfahren Sie auch, wie die Hinz&Kunzt-Kochgruppe im Alten Land gemeinsam mit Spitzenköchen in der Küche gestanden hat – einen Ausschnitt aus dem Beitrag lesen Sie weiter unten in dieser Mail. Impressionen des Ausflugs und saisonale Rezepte zum Nachkochen finden Sie in unserem neuen Jahreskalender für 2027, den Sie für 9,90 Euro bei unseren Verkäuferinnen und Verkäufern auf Hamburgs Straßen erhalten. 

Ihnen ein schönes Wochenende! 

Hinz&Kunzt Randnotizen

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Artikel aus der Ausgabe:
Ausgabe 404

Bildung für alle!

Wie ein gerechtes Bildungssystem aussehen könnte und wo sich in Hamburg Arme und Wohnungslose bilden. Außerdem: wieso Nachbarn des Winternotprogramms mehr Hilfe für Obdachlose fordern und wo Harburgs Musikszene floriert.

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Autor:in
Lukas Gilbert
Lukas Gilbert
Seit 2021 Redakteur und stellv. CvD. Vorher Volontariat bei Hinz&Kunzt und Studium der Politikwissenschaft in Hamburg und Leipzig.