Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung

Medizinischer Notfallfonds aufgebraucht

Seit Anfang September können Menschen ohne Krankenversicherungsschutz in Hamburg bei akuten gesundheitlichen Problemen nicht mehr die nötige medizinische Hilfe erhalten. Symbolbild: Michael Bihlmayer

Seit Anfang September können Menschen ohne Krankenversicherungsschutz in Hamburg bei akuten gesundheitlichen Problemen nicht mehr die nötige medizinische Hilfe erhalten.

Bislang überweisen Sozialpraxen ihre Patient:innen für weiterführende Untersuchungen an spezialisierte Praxen. Die Kosten der Weiterbehandlung übernahm die Clearingstelle der Stadt. Aktuell warteten bereits 99 Menschen auf Hilfe.

„Der Senat lässt sehenden Auges Kranke – auch mit Infektionskrankheiten – unversorgt“, kritisiert Carola Ensslen, fluchtpolitische Sprecherin der Linken. „Ein Sparen bei den Ärmsten darf es aber nicht geben.“ Ein Vorwurf, den die Sozialbehörde zurückweist. Der Notfallfallfonds habe „etwa denselben Umfang wie im Jahr 2025“ – und zwar etwas mehr als 800.000 Euro. Zusätzliche Gelder seien „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht eingeplant.

Artikel aus der Ausgabe:
Ausgabe 404

Bildung für alle!

Wie ein gerechtes Bildungssystem aussehen könnte und wo sich in Hamburg Arme und Wohnungslose bilden. Außerdem: wieso Nachbarn des Winternotprogramms mehr Hilfe für Obdachlose fordern und wo Harburgs Musikszene floriert.

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Autor:in
Jonas Fabricius-Füllner
Jonas Fabricius-Füllner

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