Seit Anfang September können Menschen ohne Krankenversicherungsschutz in Hamburg bei akuten gesundheitlichen Problemen nicht mehr die nötige medizinische Hilfe erhalten.
Bislang überweisen Sozialpraxen ihre Patient:innen für weiterführende Untersuchungen an spezialisierte Praxen. Die Kosten der Weiterbehandlung übernahm die Clearingstelle der Stadt. Aktuell warteten bereits 99 Menschen auf Hilfe.
„Der Senat lässt sehenden Auges Kranke – auch mit Infektionskrankheiten – unversorgt“, kritisiert Carola Ensslen, fluchtpolitische Sprecherin der Linken. „Ein Sparen bei den Ärmsten darf es aber nicht geben.“ Ein Vorwurf, den die Sozialbehörde zurückweist. Der Notfallfallfonds habe „etwa denselben Umfang wie im Jahr 2025“ – und zwar etwas mehr als 800.000 Euro. Zusätzliche Gelder seien „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht eingeplant.

