Moin,

als ich nach meinem Abitur nach Hamburg gezogen bin, habe ich so richtig schätzen gelernt, welches Glück ich als Kind vom Land hatte! Da war ein riesiger Wald, nur wenige Gehminuten von der eigenen Haustür entfernt: Zum Spazieren, zum Mountainbiken – oder einfach nur, um die kühle Waldluft an besonders heißen Sommertagen zu ge­nießen. Warum Wälder gerade auch in Großstädten unverzichtbar sind, damit beschäftigen wir uns in unserem Schwerpunkt.

Im Alten Land vor den Toren Hamburgs wächst seit 60 Jahren ein wilder Wald vor sich hin. Wir haben uns bei einem Ortsbesuch ange­sehen, was diesen unberührten Flecken Natur so einzigartig macht. Wir schauen aber auch auf die unvermeidlichen Konflikte in einer ­Metropole: Wie viel Wald ist in einer Stadt mit knappem Wohnraum vertretbar? Und dann gehen wir noch dem Mythos des Sachsenwaldes nach, in dem nicht nur Otto von Bismarck, sondern auch NS-Kriegsverbrecher Karl Dönitz begraben ist – und der deshalb mitunter zweifelhaftes ­Publikum anlockt.

Historiker Nikolaj Müller-Wusterwitz (links) und Hinz&Kunzt-Autor Frank Keil erkunden den Sachsenwald. Foto: Mauricio Bustamante

Wenn Sie hin und wieder auf Twitter unterwegs sind, ist Ihnen der Hashtag #IchBinArmutsbetroffen sicher nicht entgangen. Seit Monaten berichten Menschen von ihren Erfahrungen auf dem Amt, in der Schule oder auch im Freundeskreis. Mittlerweile zeigen Betroffene auch im analogen Raum ganz bewusst ihr Gesicht. Wir haben mit einigen von ihnen darüber gesprochen, was das heißt: arm zu sein in einem reichen Land.

Außerdem waren wir im Thalia Theater zu Gast, in dem mit dem Stück „Heim:Weh“ die Geschichte der sogenannten Verschickungskinder auf­gearbeitet wird. Ein bedrückender Blick auf einen dunklen Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!

Ihr Lukas Gilbert

Redaktion