Verschickungskinder

Der Ferien-Albtraum

Die Verschickungskinder: allesamt gespielt von Laiendarsteller:innen. Foto: Dmitrij Leltschuk

Das Stück „Heim:Weh“ bringt auf die Bühne, was manche Verschickungskinder bis in die frühen 1980er-Jahre in Erholungsheimen erlebten. Autor Frank Keil hat die Proben im Thalia in der Gaußstraße begleitet.

Auch Bettnässer dürften jetzt mitfahren, sagt der Erzieher, der von der Seite in den Bühnenraum spricht. Sie würden unvergessliche Wochen in echter Gemeinschaft erleben, mit Morgen­gymnastik, mit Gesang und schönen Ausflügen, an die sie sich ein Leben lang erinnern würden. Er bemüht sich freund­lich zu klingen. Und doch ist da ein drohender Unterton nicht zu überhören: Er kann auch anders, daran lässt er in Mimik und Körperhaltung keinen Zweifel.

„Heim:Weh“ heißt das sehenswerte Theaterstück, das sich dem Schicksa...


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Artikel aus der Ausgabe:

wild wilder Wald

Warum Wälder in der Stadt unverzichtbar sind, wo man trotzdem noch Wohnungen bauen kann und wieso der Sachsenwald zwielichtige Gestalten anzieht. Außerdem: Armutsbetroffene protestieren und Bildungsforscher Aladin El Mafaalani erklärt, was Armut mit Kindern macht.

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Autor:in
Frank Keil
Frank Keil

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