Ein spannungsgeladener Waldfriedhof, Mühlen entlang der Schwarzen Au und das Chaiselongue, auf dem Otto von Bismarcks Doggen ruhten: ein Besuch im Geschichtsort Sachsenwald.
Erste Frage: Was hat der Sachsenwald eigentlich mit Sachsen zu tun? „Nun, hier trafen in der Frühzeit slawische auf sächsische Stämme“, erzählt der Kulturwissenschaftler und Aumühler Nikolaj Müller-Wusterwitz, der sich im Sachsenwald östlich von Hamburg auskennt wie kaum ein Zweiter. Später dann gehörte das Gebiet den Herzögen von Sachsen-Lauenburg, fiel an die Welfen, dann an die Preußen. Der Name für das mit 6000 Hektar größte zusammenhängende Waldgebiet Schleswig-Holsteins aber blieb. Etwas mehr Nadelholz als Laubholz steht hier. Jedes Jahr werden etwa 25.000 Festmeter Holz gefällt, wobei ein Festmeter einen Kubikmeter fester Holzmasse umfasst. Zwischen den Bäumen viel Schwarz-, Rot-, Dam- und natürlich Rehwild. Seit 1750 wird systematisch Forstwirtschaft betrieben.
„Vom Sachsenwald profitierte besonders Hamburg – dank des Holzes“, s...

