Kältebus-Aufruf mit falscher Nummer
Alle Jahre wieder: Sobald es kalt wird, kursiert in den sozialen Netzwerken eine Telefonliste mit Nummern für Kältebusse, die Obdachlosen sofort helfen sollen. Doch die Nummer für Hamburg ist falsch.
Alle Jahre wieder: Sobald es kalt wird, kursiert in den sozialen Netzwerken eine Telefonliste mit Nummern für Kältebusse, die Obdachlosen sofort helfen sollen. Doch die Nummer für Hamburg ist falsch.
Obdach- und Wohnungslose in Hamburg sterben im Schnitt 30 Jahre früher als „normale“ Bürger: mit 49 Jahren. Ein Skandal, den eine Studie nun erneut dokumentiert.
Hinz&Kunzt-Verkäuferin Joanna wurde Ende Oktober bewusstlos auf einer Parkbank in Niendorf gefunden und starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Nun liegt der Obduktionsbericht vor: Todesursache war Unterkühlung.
Unter zwei Obdachlosen auf der Platte an der Kennedy-Brücke ist es zu einem folgenschweren Streit gekommen. Einer der beiden kam schwer verletzt ins Krankenhaus.
Schon wieder stirbt ein polnischer Obdachloser in Hamburg – mit nur 47 Jahren. Hinz&Kunzt fordert, dass die Stadt allen Menschen auf der Straße helfen muss. Egal, woher sie kommen.
Am Donnerstag eröffneten die Großunterkünfte des Winternotprogramms mit Platz für bis zu 694 Obdachlose. Ein Shuttlebus bringt sie von Hammerbrook zur neuen Unterkunft in Lokstedt.
Wer für den Winter einen Platz im Wohncontainer bekommt, hat Glück. Dieses Jahr noch mehr als sonst: Das Los entscheidet, welche Obdachlose in den kommenden Monaten die Tür hinter sich abschließen können.
Am Wochenende ist die erst 43-jährige Joanna auf der Straße verstorben. Die Obdachlose hatte bei Minustemperaturen die Nacht auf einer Parkbank verbracht. Möglicherweise ist Joanna die erste Kältetote in diesem Herbst.
1910 Obdachlose haben Forscher in Hamburg gezählt – wahrscheinlich sind es sogar noch Hunderte mehr. Viele stammen aus dem Ausland. Das zu betonen verschleiere die Ursachen, kritisieren Experten.
Obdachlosen aus Osteuropa wird in Deutschland zu wenig geholfen. Städte und Kommunen verweigern ihnen oft die Unterbringung, kritisiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Auch Hamburg grenzt aus.