So viele Obdachlose leben auf Hamburgs Straßen
Im März haben Forscher im Auftrag des Senats Hamburger Obdachlose befragt. Mit Spannung wurde erwartet, wie viele Obdachlose sie zählen würden. Nun liegt die Zahl vor – sie ist besorgniserregend.
Im März haben Forscher im Auftrag des Senats Hamburger Obdachlose befragt. Mit Spannung wurde erwartet, wie viele Obdachlose sie zählen würden. Nun liegt die Zahl vor – sie ist besorgniserregend.
Im Hamburger Hauptbahnhof gerieten Sicherheitsleute mit einem Obdachlosen aneinander. Angeblich haben sie denn Mann so sehr geschubst, dass er mit dem Kopf auf dem Boden aufschlug. Sie selbst bestreiten das.
Wie in den Vorjahren öffnet am 1. November das Winternotprogramm der Stadt. Neu ist der Standort an der Kollaustraße. Altbekannt die Kritik: Wieder bleiben die Unterkünfte tagsüber geschlossen, Hunde sind verboten und das Programm ist nicht für alle Obdachlosen offen.
Seit Montag ist es in Ungarn unter Strafe verboten, sich an öffentlichen Plätzen aufzuhalten. Die ersten müssen sich bereits vor Gericht verantworten.
Insgesamt zwei Monate länger als Hamburg bietet Berlin Obdachlosen Schutz in der kalten Jahreszeit. Seit Montag, dem 1. Oktober, stehen dort die ersten der insgesamt 950 Notschlafplätze zur Verfügung.
Weil Hamburg zu wenig Wohnraum für Bedürftige schaffe, sucht die Caritas jetzt selbst Vermieter, die ihnen ihre Wohnungen zur Verfügung stellen. Sozialarbeiter würden die Bewohner bei Bedarf betreuen.
Der Hamburger Senat soll Obdachlose im Winternotprogramm auch tagsüber vor Kälte schützen, fordern Mitarbeiter und Initiativen der Wohnunglslosenhilfe in einem offenen Brief. Die Sozialbehörde winkt ab.
Die Bahn hatte mehreren Obdachlosen, die auf ihrem Gelände schliefen, Hausfriedensbruch vorgeworfen. Doch nach Hinz&Kunzt-Recherchen wurden die Strafbefehle nun zurückgenommen: Die Bahn hatte zu spät Anzeige erstattet.
Knapp zwei Monate vor dem Stadt des Winternotprogramms konkretisieren sich die Pläne für einen neuen Standort in der Kollaustraße in Lokstedt. Sozialbehörde, fördern&wohnen und Bezirk informieren Nachbarn und werben dabei für ein Miteinander.
Vier Männer auf der Straße, vier Schicksale: Für ihre Doku „draußen“ haben zwei Kölner Filmemacherinnen vier Obdachlose begleitet. Herausgekommen ist ein leiser Film voller Würde. Er startet am Montag im Abaton.