Coronavirus-Sozialnewsblog : Kurzfilm über Obdachlose in der Pandemie

+++ Newsblog +++
Die Zahl der Hamburger Hartz IV-Bezieher*innen ist von März auf April um 11 Prozent gestiegen.

Hinz&Kunzt stellt den Newsblog ein +++ Zahl der Arbeitslosen in Hamburg steigt +++ Mittagessen to go für Kita-Kinder +++ Kontaktlos spenden für Hinz&Kunzt +++ Arbeitslosengeld um drei Monate verlängert +++ Der Hinz&Kunzt-Corona-Sozialnewsblog.

Freitags informieren wir per Mail über die Nachrichten der Woche:

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Die Ereignisse überschlagen sich – auch bei Hinz&Kunzt. Wir wollen deswegen in diesem Newsblog alle für uns wichtigen Nachrichten zur Corona-Pandemie bündeln. Hier finden Sie täglich Informationen darüber, was die Krise für das Soziale in Hamburg bedeutet. Weil sich die Nachrichtenlage gerade stündlich ändert, finden Sie vor jeder Meldung eine Zeitmarke – aktuellere Entwicklungen sind dort nicht berücksichtigt.

Aktuelle Meldungen:

Wir stellen den Newsblog ein

06. April, 12.30 Uhr: Nach zwei Monaten stellt Hinz&Kunzt den Sozialnewsblog zur Coronaviruspandemie vorerst wieder ein. Die Nachrichtenlage ist wieder übersichtlicher geworden und wir widmen uns der aktuellen Lage wieder wie gewohnt in kritischen Meldungen in unserem Onlinemagazin. Vielen Dank fürs Lesen! (bela)

Kurzfilm über Obdachlose in der Corona-Krise

06. April, 12.20 Uhr: Der Filmemacher Leve Kühl hat einen sehenswerten Kurzfilm über die Situation von Hamburger Obdachlosen in der Corona-Krise erstellt, den man sich auf YouTube anschauen kann:

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Zahl der Arbeitslosen in Hamburg steigt

04. April, 15.20 Uhr: Die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Hamburger Hartz IV-Bezieher*innen ist von März auf April um elf Prozent gestiegen. Insgesamt waren es 46.682, und damit 4668 mehr als im Vormonat. Die Zahl der Bezieher*innen von Arbeitslosengeld I stieg sogar um 25 Prozent auf 30.836.

Um den coronabedingten Absturz in die Hilfsleistungen abzumildern, fordert der Landesvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Klaus Wicher eine Erhöhung der Sätze: „Die jetzt von der Krise akut Betroffenen brauchen eine temporäre Aufstockung von Hartz IV und Grundsicherung um 100 Euro.“ So würde einerseits die Konjunktur gestützt und andererseits den Menschen Luft verschafft. (lg)

Mittagessen to go für Kita-Kinder

4. Mai, 14:00 Uhr:Zumindest die Essensversorgung der Kleinsten stellt die Sozialbehörde jetzt während der Corona-Pandemie schon mal sicher. Zuvor hatten ehrenamtliche Helfer*innen des Vereins Mittagsrakete den April über Kindern aus belasteten Familien ein Mittagsessen nach Hause geliefert. „Der Ansturm auf unser Angebot ist auf eine traurige Art überwältigend“, sagte Initiatorin Esther Rosenboom Mitte April gegenüber Hinz&Kunzt.

„Das war eine wirklich tolle, zupackende Leistung und ich möchte mich von Herzen dafür bedanken“, sagt jetzt Sozialsenatorin Melanie Leonhard. „Die Kitas übernehmen nun, und jeder, der es benötigt, kann sich dort ein Mittagessen abholen.“ Rund ein Drittel der Einrichtungen böten das Essen bereits im Laufe dieser Woche an. Bis zum 15. Mai würden alle weiteren Kitas folgen. Die Finanzierung sichert die Sozialbehörde. „Die Lieblingserzieherin oder den Lieblingserzieher kurz wenigstens von weitem wiedersehen, ein Beitrag zur vernünftigen Verpflegung, ein wichtiger Moment am Tag – das alles ist das Mittagessen zum Mitnehmen für Viele“, so Leonhard. Auch in den Schulen soll es schon bald ein kostenloses Mittagsessen geben – zumindest für Kinder von Hilfeempfänger. (jof)

Arbeitslosengeld wegen Corona verlängert

30. April, 13:45 Uhr: Wer seit mehr als vier Monaten arbeitslos ist, erhält in der Coronakrise drei Monate länger Arbeitslosengeld I. Das Bundeskabinett billigte gestern ein neues Sozialpaket, mit dem zudem auch das Kurzarbeitergeld auf bis zu 87 Prozent steigen kann. Ab dem vierten Monat werden 70 statt bislang 60 Prozent des entgangenen Nettolohns ersetzt. Ab dem siebten Monat steigt der Satz auf 80 Prozent – für Eltern gar auf 87 Prozent. Verlängertes Arbeitslosengeld wiederum erhalten diejenigen, deren Anspruch zwischen Mai und Dezember 2020 nach der bisherigen Regelungen auslaufen würde.

So gut wie keine zusätzliche Hilfe gibt es hingegen für Menschen, die bereits länger als ein Jahr arbeitslos sind. Eine Aufstockung des Arbeitslosengeld II wie von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Sozialverband Deutschland gefordert, wird es nicht geben. Immerhin: Kitas und Schulen werden ein Mittagessen zur Abholung für die Kinder von Hilfeempfänger anbieten, wie die Hamburger Sozialbehörde bereits vergangene Woche verkündete. (jof)

Kontaktlos spenden für Hinz&Kunzt

30. April, 11:00 Uhr: In zahlreichen Supermärkten stehen jetzt lebensgroße Hinz&Kunzt-Aussteller, denen man ganz einfach via Smartphone kontaktlos Geld spenden kann. Eine tolle Notlösung der Agentur Philipp und Keuntje für die 530 Hinz&Kunzt-Verkäufer*innen, die wegen Corona nicht vor Hamburgs Supermärkten stehen und sich deswegen durch den Zeitungsverkauf nichts dazuverdienen können. Im Video wird erklärt, wie’s geht. Danke für die Unterstützung! (jof)

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Erziehungsberatungsstellen veranstalten „Tag des offenen Telefons“

29. April, 17:00 Uhr: Anlässlich des internationalen Tages der gewaltfreien Erziehung am 30. April warnt der Kinderschutzbund vor den Auswirkungen der Corona-Einschränkungen. „Wir isolieren Kinder von ihren Spielkameraden. Wir begrenzen sie in ihrem verbrieften Recht auf Bildung. Und wir enthalten ihnen ausreichend körperliche Bewegung vor. Auch das sind Formen der Gewalt“, sagt Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers.

Konkrete Hilfe bei Problemen und Konfliktlagen in der Familie bieten Beratungsstellen in Hamburg am 30. April mit einem speziellen „Tag des offenen Telefons“. Eine neue Hotline informiert darüber Unternehmen jetzt zu familienfreundlichen Maßnahmen für die Arbeit von zu Hause statt vom Arbeitsplatz aus. Unternehmen bekommen praktische Tipps für die Umsetzung und Informationen zu behördlichen Vorgaben sowie rechtlichen und finanziellen Fragen. Die Hotline ist erreichbar von Montag bis Freitag 9 – 16 Uhr unter 432145-55 und per Mail unter hamburg@familienservice.de (Stichwort: „Hamburger Allianz für Familien“). Die Erstberatung ist für Hamburger Unternehmen kostenlos. (jof)

DGB demonstriert am 1. Mai online

29. April, 15:00 Uhr: Zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wird es in diesem Jahr am 1. Mai keine Demonstration oder Kundgebung geben. „Denn wegen Corona heißt Solidarität auch: Abstand halten“, sagt Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger. Trotzdem werden sich die Gewerkschaften am Tag der Arbeit für die Arbeitnehmer*innen einsetzen.

„Das Internet ist schließlich auch öffentlicher Raum und die Datenautobahn eine Straße. Gemeinsam zeigen wir auf moderne und digitale Weise, warum gerade jetzt die Rechte der Beschäftigten eingehalten werden müssen und warum es wichtig ist, dafür in den Gewerkschaften zu kämpfen.“ Über seine Homepage sowie Facebook und Youtube Kanäle sendet der Hamburger DGB ab 10:30 Uhr eine rund 20-minütige Online-Kundgebung unter anderem mit einem Interview mit Katja Karger und den Machern der Kampagne „Mensch vor Marge“ für bessere Arbeitsbedingungen in der Lebensmittelproduktion. Ab 11 Uhr folgt eine Live-Sendung des DGB aus Berlin mit Redebeiträgen und Musikauftritten von u.a. Konstantin Wecker und Mia. (jof)

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Entwicklungsminister Müller warnt vor Hungersnot durch Corona

28. April, 12:20 Uhr: Gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio warnt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vor einer Hungerkatastrophe durch das Corona-Virus. Vor allem in Afrika würden durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Hungernöte drohen. Aber auch das Virus selbst könnte laut Müller noch viele afrikanische Länder vor erhebliche Probleme stellen: „Sollte das Virus jetzt die Slums und Flüchtlingslager erreichen, könnte das eine humanitäre Katastrophe zur Folge haben.“

Um das zu verhindern startet Müllers Ministerium ein Hilfsprogramm: „Wir legen jetzt ein Sofortprogramm mit einem Schwerpunkt von einer Milliarde auf. Darin stellen wir jeden fünften Euro für die Hungerbekämpfung bereit.“ (lg)

Papst Franziskus solidarisch mit Straßenzeitungen

27. April, 18:15 Uhr: Papst Franziskus hat den unter der Corona-Pandemie leidenden Straßenzeitungen seine Solidarität erklärt. „Die Pandemie erschwert eure Arbeit, aber ich bin mir sicher, dass das großartige Netzwerk der Straßenzeitungen stärker als je zuvor sein wird, wenn es zurückkehrt“, sagte Franziskus. Das ganze Statement lesen Sie hier. (bela)

Tafeln warnen vor „dramatischem Anstieg sozialer Not“

27. April, 17:15 Uhr: Der Bundesverband der Tafeln warnt vor einem dramatischen Anstieg der sozialen Not durch die Corona-Pandemie. Aufgrund von Jobverlusten und Kurzarbeit seien schon jetzt Tausende zusätzliche Menschen auf die Versorgung mit gespendeten Lebensmitteln angewiesen, sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl dem Evangelischen Pressedienst. Er rechne in nächster Zeit mit einer weiteren Zunahme. Brühl betonte, dass ohnehin schon von Armut betroffene Menschen die Krise noch viel drastischer erleben würden: „Corona in einer Fünf-Zimmer-Wohnung am Prenzlauer Berg ist schon schwierig, aber in Duisburg oder im Essener Norden auf 50 Quadratmetern alleinerziehend mit zwei Kindern – da wird noch einmal deutlich, welche Unterschiede es gibt“, sagte er. (bela)

Umfrage: 1,6 Millionen Haushalte können die Miete nicht zahlen

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27. April, 13:00 Uhr: Nach einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey können bundesweit bereits jetzt 6,9 Prozent der Mieter*innen wegen der Corona-Pandemie ihre Miete nicht bezahlen. Das entspricht etwa 1,6 Millionen Haushalten. Und die Lage könnte sich weiter zuspitzen: Weitere 17,6 Prozent können demnach nicht abschätzen, ob sie ihre Miete zukünftig werden zahlen können – immerhin rund 4,2 Millionen Haushalte. Zahlreiche Vermieter*innen gingen zudem davon aus, dass viele Mieter*innen auch nach der Krise nicht in der Lage sein werden, die ausgebliebenen Mietzahlungen nachzuholen, hieß es vom Eigentümer*innenverband Haus und Grund, der die Umfrage in Auftrag gegeben hatte. Der Deutsche Mieterbund fordert deswegen von der Bundesregierung die Einrichtung eines „Sicher-Wohnen-Fonds“. Er soll Mieter*innen mit einem zinslosen Darlehen unterstützen, sollten sie wegen der Pandemie ihre Miete nicht bezahlen können. Sollten die Rückstände bis zum 30. Juni 2022 nicht zurückgezahlt werden können, solle das Darlehen in einen Zuschuss umgewandelt werden, so der Mieterverein. (bela)

Mittagessen in Hamburger Kitas

24. April, 16:30 Uhr: In den Hamburger Kitas wird künftig ein Mittagessen zur Abholung angeboten. Das hat die Sozialbehörde bekanntgegeben. „Neben einer vernünftigen Notbetreuung sorgen wir nun dafür, dass Kinder, die das benötigen, in ihrer Kita ein Mittagessen bekommen“, sagt Sozialsenatorin Melanie Leonhard. Wegen der Corona-Krise findet in den Hamburger Kitas momentan nur eine Notbetreuung statt – damit entfällt das gewohnte Mittagessen in der Tagesstätte für viele Kinder. Nach Angaben der Behörde sollen bis zu 90.000 Kinder von der Maßnahme profitieren. Spätestens ab dem 15. Mai soll das Angebot in allen Kitas zur Verfügung stehen. (lg)

Klimastreik im Livestream

24. April, 11:30 Uhr: Fridays for Future verlegt den für heute geplanten globalen Klimastreik ins Internet. Unter dem Hashtag #Netzstreikfürsklima wollen die Aktivist*innen auch in Zeiten von Corona für mehr Klimaschutz protestieren. Ihre Demoschilder wollen sie in Fenstern oder auf der Straße platzieren. Ab 12 Uhr startet ein Livestream mit Musik, Gesprächen und verschiedenen Aktionen.

In unserer Aprilausgabe, die sie hier lesen können, haben wir uns ausführlich mit Klimathemen beschäftigt. Hinz&Kunzt-Autor Jochen Harberg hat das Hamburger Klimasofa besucht, Ulrich Jonas hat die Klimaforscherin Daniela Jacob zum Interview getroffen. (lg)

Hanseatic Help startet mobile Spendenannahme


24. April, 11:00 Uhr:Wegen der Corona-Pandemie ist die Lagerhalle von Hanseatic Help an der großen Elbstraße seit Wochen geschlossen, Spenden können nicht mehr abgegeben werden. Das macht sich nun bemerkbar: Die Regale werden langsam leer. „Wir können viele Inis und Einrichtungen nicht mehr mit ausreichend Spenden versorgen – für uns eine untragbare Situation, der wir Abhilfe schaffen möchten und müssen“, schreiben die Ehrenamtlichen.

Um die Lager wieder aufzufüllen, startet Hanseatic Help eine mobile Spendenannahme. Am Sonntag, den 26. April, stellen sie zwischen 11 und 15 Uhr Spendencontainer vor der Rindermarkthalle auf. Mit Sicherheitsabstand und Sicherheitsvorkehrungen können dort Kleiderspenden abgegeben werden. Besonders gefragt sind Männerbekleidung, Schlafsäcke und Decken. (lg)

Flüchtlingsrat fordert Evakuierung aus Sammelunterkünften

23. April, 15:30 Uhr: Der Hamburger Flüchtlingsrat fordert Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) auf, Angehörige von Risikogruppen wegen der Corona-Pandemie aus den Zentralen Erstaufnahmen zu evakuieren. „Den Geflüchteten müssen sofort Wohnungen zugeteilt und die notwenige Unterstützung zu ihrem Schutz muss gewährleistet werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. (lg)

Linksfraktion fordert Hotelzimmer für Obdachlose

23. April, 15:30 Uhr: In der gestrigen Bürgerschaftssitzung hat die Linksfraktion den Senat in einem Antrag dazu aufgefordert, bis Ende Mai 300 Hotelzimmer für Obdachlose zu mieten. Außerdem fordert die Fraktion, zusätzliche Mittel für die aufsuchende Sozialarbeit bereitzustellen, um die Obdachlosen besser versorgen zu können. Durch die Maßnahmen sollen sie besser vor dem Coronavirus geschützt werden, als das in den Mehrbettzimmern der Großunterkünfte oder gar auf der Straße möglich ist. Bislang lehnt die Sozialbehörde eine Hotelunterbringung mit dem Argument ab, die Betreuung und Beratung Obdachloser sei in den zentralen Großunterkünften besser sicherzustellen. Die Bürgerschaft überwies den Antrag mit den Stimmen von SPD, Grünen, CDU und Linken in den neu eingesetzten Sonderausschuss „Bewältigung der Corona-Krise“.

Derweil läuft seit zwei Wochen erfolgreich ein gemeinsames Hotelprogramm von Hinz&Kunzt, Alimaus und Diakonie – privat finanziert durch eine Spende der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH. Bislang wurden 145 Obdachlose an sieben Standorten untergebracht. „Wir zeigen: Gut begleitet durch Straßensozialarbeiterinnen und Straßensozialarbeiter ist eine unbürokratische, dezentrale Unterbringung in kleinen Gruppen möglich“, sagt Diakoniechef und Hinz&Kunzt-Herausgeber Dirk Ahrens. (lg)

#OpenTheHotelsHamburg: Behörde sitzt Vorschlag aus

21. April, 16:30 Uhr: Die Initiative #OpenTheHotelsHamburg hat der Sozialbehörde vorgeworfen, „Geflüchtete weiterhin im Stich“ zu lassen. Die Behörde habe auf den Vorschlag der Initiative, obdachlose Geflüchtete und Papierlose in Hotels unterzubringen, nicht reagiert. Die durch die Firma Reemtsma finanzierte und von Hinz&Kunzt, Diakonie und Caritas organisierte Hotelunterbringung von Obdachlosen sei nur eine „kurzfristige Lösung“, hieß es in einer Pressemitteilung: „Eine private Finanzierung läuft immer der Gefahr, nur so lange zu funktionieren, wie ausreichend Geld vorhanden ist. Deshalb braucht es unbedingt eine politische Lösung.“ (bela)


Saga erhöht während der Pandemie doch Mieten

21. April, 14:45 Uhr: Trotz der Coronakrise hat die Saga im April weiterhin Mieten angehobenentgegen anderer Ankündigung. Nur in den Monaten Mai und Juni wird das städtische Wohnungsunternehmen Mieterhöhungen aussetzen. Kritik kommt von der Linksfraktion. „Es wäre ein Zeichen der in diesen Tagen so oft beschworenen Solidarität, wenn gerade auch die SAGA in diesem Jahr komplett auf Mieterhöhungen verzichten würde“, sagt Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion. (jof)


Sozialverband fordert kostenlose Masken für Bedürftige – Behörde lehnt ab

21. April, 11:00 Uhr: Kostenlose Masken für alle Bedürftigen hat der Hamburger Landesverband des Sozialverbands Deutschland (Sovd) gefordert. „Masken sollten für uns zur Normalität werden – um andere zu schützen, den Gemeinsinn voranzustellen und letztlich Menschenleben zu retten“, sagte der Vorsitzende Klaus Wicher. Der Staat müsse sicherstellen, dass die Preise für alle bezahlbar seien und die Masken Bedürftigen kostenlos zur Verfügung stellen. Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hatte sich zuvor der „dringenden Empfehlung“ von Kanzlerin Merkel (CDU) angeschlossen, vor allem im öffentlichen Nahverkehr sogenannte Alltagsmasken zu tragen. Ab Montag wird das Maskentragen in Hamburger Supermärkten und im Nahverkehr sogar Pflicht.

Die Sozialbehörde lehnt den Sovd-Vorschlag trotzdem ab. Ob das Tragen von Masken sinnvoll ist, sei noch Gegenstand verschiedener Diskussionen, teilte Behördensprecher Martin Helfrich auf Hinz&Kunzt-Nachfrage mit. Die Herstellung von sogenannten Community-Masken werde „überwiegend selbst vorgenommen“: „Auch Tücher etc. dienen diesem Zweck; in anderen Städten wurde hierzu auch die Erfahrungen gemacht, dass diese auch vermehrt genutzt werden und eine zusätzliche Anschaffung nicht notwendig wurde.“ (bela)

Hilfsfonds für Studierende gestartet

20.4., 14:30 Uhr: Das Studierendenwerk hat die Beantragung des zinslosen Darlehens für Studierende, die durch die Corona-Pandemie in einer finanziellen Notlage befinden, gestartet. Studierende können für April, Mai und Juni jeweils 400 Euro Unterstützung auf der Homepage des Studierendenwerks beantragen. Die Rückzahlung soll nach frühestens zwölf Monaten beginnen und in 50-Euro-Schritten erfolgen. Über 70 Prozent der Studierenden in Hamburg würden neben dem Studium arbeiten, erklärte Studierendenwerks-Chef Jürgen Allemeyer: „Viele davon haben ihre Erwerbsmöglichkeit nun verloren. Da wollen wir helfen; in Hamburg soll kein Studierender aus finanzieller Not das Studium abbrechen müssen.“

Die Landesastenkonferenz hatte die städtischen Hilfszahlungen zwar grundsätzlich begrüßt, aber ihre Höhe als zu niedrig kritisiert. Auch dass es sich dabei um ein Darlehen handelt, stieß auf Kritik. „In einer Stadt wie Hamburg reichen 400€ nicht annähernd aus, um die laufenden Kosten zu decken, weiterhin ist es nicht zumutbar, dass Studierende nun durch äußere Umstände dazu gezwungen werden, weitere Schulden aufzunehmen“, sagte Karim Kuropka vom Asta der Uni Hamburg. (bela)

Hamburg erleichtert EU-Bürger*innen Zugang zu Sozialleistungen

17. April, 16:15 Uhr: Die Hamburger Sozialbehörde hat EU-Bürger*innen wegen der Corona-Pandemie den Zugang zu Sozialleistungen erleichtert. Sie müssen derzeit keinen „Ausreisewillen“ mehr nachweisen, um das sogenannte Überbrückungsgeld bewilligt zu bekommen. „Für viele Obdachlose ist es gut, dass sie diesen Anspruch jetzt haben“, sagt Hinz&Kunzt-Sozialarbeiterin Isabel Kohler. „Wir müssen aber sehen, wie die Jobcenter ihn in der Praxis umsetzen.“ (bela)

Seebrücke ruft zur „Abstands“-Demo um die Alster auf

17. April, 13:30 Uhr: Für Samstag ruft das Bündnis Seebrücke zu einer „Abstands-Mahnwache“ rund um die Binnenalster auf. Das Motto ist weiterhin: #leavenoonebehind. Ganz konkret fordern die Veranstalter*innen, die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln zu evakuieren und Seenotrettung im Mittelmeer aufrechtzuerhalten.

Wie aktuell die Forderungen sind, zeigt das Beispiel der Alan Kurdi. Seit knapp zwei Wochen treibt das Hamburger Rettungsschiff der NGO Sea-Eye mit momentan 146 aus Seenot geretteten Menschen auf dem Mittelmeer, weil sich kein Hafen findet, in den sie einlaufen dürfen. Die Lage an Bord spitzt sich immer weiter zu – erst gestern ist nach Angaben der NGO ein Geflüchteter aus Verzweiflung von Bord gesprungen. Er konnte gerettet werden. Weil sich Malta und Italien weigern ihre Häfen zu öffnen und andere NGOs wegen der Corona-Krise Probleme haben, Rettungsmissionen zu organisieren, bleiben Notrufe zudem ohne Antwort.

Den momentanen Kontaktbeschränkungen wollen die Organisator*innen der Mahnwache am Samstag gerecht werden. „Es ist nicht unser Ziel, die Corona-Pandemie zu verharmlosen oder für eine schnelle Aufhebung von Schutzmaßnahmen einzutreten. Im Gegenteil: Wir wollen Schutz für alle!“, schreiben sie in ihrem Aufruf. Deshalb fordern sie dazu auf, einen Abstand von drei Metern zu halten und einen Mundschutz zu tragen. Ihr Konzept haben sie bei der Polizei eingereicht. Momentan wird es noch von den Behörden geprüft. Die Kundgebung können Teilnehmer*innen und Interessierte auf dem Twitter-Account der Seebrücke Hamburg im Livestream verfolgen. (lg)

Fast 2500 Mieter*innen können Miete nicht bezahlen

17. April, 12:30 Uhr: Bislang können die meisten Mieter*innen in Hamburg trotz Corona ihre Miete zahlen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter den Mitgliedern der wohnungswirtschaftlichen Verbände im Hamburger Bündnis für das Wohnen. Befragt wurden Unternehmen und Privatleute, die insgesamt 357.572 Wohnungen vermieten. Demnach konnten bislang 2.490 Mieter*innen ihre Miete wegen Corona nicht zahlen – weniger als 1 Prozent. Der Verband geht aber davon aus, dass die Zahl zukünftig steigt, weil sich Einkommenseinbußen erst verzögert bemerkbar machen. Anders ist die Situation schon jetzt im Gewerbebereich. Hier seien der Umfrage zufolge knapp 17 Prozent der Mieten ausgefallen. (lg)

CDU unterstützt Hotelunterbringung von Obdachlosen

16. April, 18:00 Uhr: Nachdem sich die Sozialbehörde kritisch zur Hotelunterbringung von Obdachlosen geäußert hatte, erfährt das von Hinz&Kunzt, Diakonie und Alimaus gestartete Hilfsprojekt jetzt Unterstützung aus der Opposition. „Ich möchte hiermit meinen Respekt für den Einsatz der Träger für die Hotelunterbringung der vom Corona-Virus besonders gefährdeten Gruppe der Obdachlosen aussprechen“, sagt Andreas Grutzeck, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Die Sozialbehörde hatte gegenüber der Hamburger Morgenpost mangelnde Beratung und Betreuung der Obdachlosen in der Einzelunterbringung moniert. Diakonie, Caritas und Hinz&Kunzt widersprechen dieser Darstellung deutlich. „Alle obdachlosen Menschen, die in einem Hotel untergebracht werden, sind einem festen Straßensozialarbeiter zugeordnet“, sagt Julien Thiele, Straßensozialarbeiter der Caritas. „Somit kann keine Rede davon sein, dass diese Menschen nicht beraten oder gar begleitet werden.“ Ein großer Aufwand, der aber dem Schutz der Obdachlosen vor dem Coronavirus dient. „Ich wünsche mir, dass die Behörde hier etwas mehr Dankbarkeit und Demut vor der Leistung der Träger zeigt“, sagt Grutzeck. „Eine Unterstützung dieses Einsatzes wäre natürlich noch besser, aber vermutlich zu viel verlangt.“ (jof)

Obdachlosenunterkunft steht nicht mehr unter Isolation

Seit Mitte März befanden sich etwa 300 Nutzer*innen des Winternotprogramms in häuslicher Isolation am Standort in der Friesenstraße. Foto: LG

16. April, 12:30 Uhr: In der städtischen Notunterkunft für Obdachlose in der Friesenstraße wurden die Isolationsmaßnahmen schrittweise aufgehoben, so dass die Obdachlosen jetzt wieder das Haus jederzeit verlassen können. Das erklärte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Donnerstagvormittag bei einer Telefonpressekonferenz. In der Notunterkunft in Hammerbrook war Mitte März der erste Obdachlose in Hamburg am Coronavirus erkrankt. In den folgenden Wochen mussten mehr als 200 Obdachlose in dem zur Schlafstätte umgebauten Bürogebäude verweilen. Die Isolierung habe gut funktioniert, resümierte Leonhard. Inzwischen würden drei weitere Erkrankte in dem abgetrennten Bereich von einem Pflegedienst betreut. Einschränkungen für die anderen Nutzer*innen gibt es aber nicht mehr. Um weitere Erkrankungen auszuschließen würden Mitarbeiter*innen der Einrichtung die Obdachlosen jetzt regelmäßig nach den Vorgaben der Gesundheitsbehörde befragen.

Mehr als 600 Obdachlose bringt die Stadt aktuell in sechs Notunterkünften in „lockerer Belegung“ unter. „Das Zusammenleben funktioniert gut“, sagte Leonhard am Donnerstag. Es gäbe ausreichend Möglichkeiten Wäsche zu Waschen, regelmäßige Mahlzeiten und zudem eine medizinische Betreuung, die stark nachgefragt sei. (jof)

Fast 100 Obdachlose schlafen bereits im Hotel

15. April, 18:00 Uhr: Diakonie, Caritas, Alimaus und Hinz&Kunzt holen immer mehr Menschen von der Straße. Heute Nacht schliefen bereits 91 Obdachlose in einem Hotelbett. Auf Unverständnis stößt bei den Trägern die behördliche Kritik an der Unterbringung. Gegenüber der Mopo hatte ein Behördensprecher in Frage gestellt, ob Betreuung und Beratung sichergestellt seien. (jof)

Alli Neumann spielt zugunsten von Hinz&Kunzt

14. April, 14:30 Uhr: Am Mittwoch gibt es um 19 Uhr einen Livestream direkt aus dem Uebel&Gefährlich. Auf der Bühne steht die Sängerin Alli Neumann, die sich momentan auch ehrenamtlich für Obdachlose engagiert. Für den Stream sind Spendentickets erhältlich. Ein Viertel der Erlöse geht an Hinz&Kunzt. (lg)

Kunstverkauf zugunsten von Hinz&Kunzt

14. April, 14:00 Uhr: Dem Maler Felix Eckardt kommt die Ehre zu Teil, eine ganz besondere Artikel-Reihe in der Zeit zu illustrieren. Seine Gemälde verkaufte er anschließend für einen guten Zweck – unter anderem für Hinz&Kunzt.

Zum Hintergrund: Als im 14. Jahrhundert in Europa die Pest wütete, schrieb der italienische Schriftsteller Giovanni Boccaccio seine berühmte Novellensammlung „Das Dekameron“. Die Zeit hat jetzt zehn Autor*innen um eine zeitgenössische Neuauflage gebeten, in der sie ebenfalls Geschichten erzählen, die um die großen Dinge des Lebens kreisen: Liebe und Tod, Freundschaft und Verlust.
Zum Verkauf stehen jetzt noch zehn limitierte handsignierte Drucke des Gemäldes zum Artikel „Die Liste“ von Clemens Setz für 220 Euro. Einen Teil der Erlöse spendet Eckhardt in diesem Fall an Hinz&Kunzt. (jof)

Bundespräsident sorgt sich um Hamburger Obdachlose

Bundespräsident Steinmeier mit Ehefrau Elke Büdenbender (links) und Bischöfin Kirsten Fehrs beim Besuch in der Tagesaufenthaltsstätte Herz As. Foto: dpa/Christian Charisius

13. April, 10:00 Uhr: Ein außergewöhnlicher Anruf erreichte vor Ostern die Tagesaufenthaltstätte Herz As. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier war am anderen Ende der Leitung und erkundigte sich nach der Arbeit unter den gegenwärtig schwierigen Bedingungen. „Menschen ohne Obdach gehören jetzt zu den besonders Gefährdeten“, sagte Steinmeier nach Angaben des Betreibers Hoffnungsorte. „Für sie ist es ungleich schwerer, die gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.“

Steinmeier begrüßte, dass Obdachlose jetzt mehr öffentliche Aufmerksamkeit finden und dass bis 250 Menschen von der Straße in Hamburg durch die Hoffnungsorte, Hinz&Kunzt, Diakonie und Alimaus jetzt in Hotels untergebracht werden. „Ich möchte Ihnen danken für das unermüdliche Engagement und für den respektvollen Umgang und die Sorge für diese besonders schutzlosen Menschen“, ließ der Bundespräsident allen Helfern ausrichten.

Zum Hintergrund: Bundespräsident Steinmeier hatte im Januar 2018 die Tagesaufenthaltsstätte Herz besucht. (jof)

Hilfe aus Hamburg für Geflüchtete in Griechenland

10. April, 10:00 Uhr: Mehr als 20.000 Geflüchtete harren in dem griechischen Camp Moria auf Lesbos aus. Hilfsorganisationen wie die Medical Volunteers schlagen angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus Alarm: „Sobald das Virus das Camp erreicht, gibt es keine Möglichkeit, die Ausbreitung einzudämmen.“

„Ich verstehe, was die Flüchtlinge durchmachen“
Lebenslinien
„Ich verstehe, was die Flüchtlinge durchmachen“
Sie ist selbst eine Geflüchtete, hat es 2015 bis nach Hamburg geschafft. Inzwischen hat Zahra ihr Abi gemacht – und ist im Einsatz für andere Geflüchtete. Und zwar für solche, die wie sie damals in Griechenland gestrandet sind.

Immerhin: Die Bundesregierung hat jetzt beschlossen, Kinder aus dem Camp einzufliegen. So ein Flüchtlingskind war auch Zahra, die derzeit bei den Medical Volunteers in Hamburg ihr Praktikum macht. Über diesen Link könnt ihr unsere Geschichte über Zahra aus unserem April-Magazin lesen. Weil Hinz&Kunzt momentan nur online erscheinen kann, freuen wir uns über Spenden. (jof)

Unterstützung für Obdachlose über die Feiertage

9. April, 09:30 Uhr: Die Sozialbehörde hat mitgeteilt, dass die Versorgung von Obdachlosen auch während der kommenden Feiertage sichergestellt ist. Neben der Ausgabe täglicher Mahlzeiten an den Standorten des Winternotprogramms in der Friesen- und Kollaustraße, die die Behörde nun als Notunterbringungs- und Versorgungsprogramm (NUVP) bezeichnet: „werden die Mengen der Essensausgaben an den geöffneten Standorten der Lebensmittelversorgung ausgeweitet, um die Schließung einiger Essensausgabestellen über die Feiertage zu kompensieren“, heißt es von der Behörde. Eine Übersicht über die Angebote stellt die Stadt online zur Verfügung. (lg)

250 Hotelbetten für Obdachlose

8. April, 19:30 Uhr: Das wohl größte zusätzliche Hilfsprogramm für Obdachlose der vergangenen Jahre startete am Montag: Hinz&Kunzt und die Tagesaufenthaltstätte Alimaus bringen zusammen mit der Diakonie Hamburg in den kommenden Tagen bis zu 250 Obdachlose in Hotelzimmern unter. Finanziert wird das Hilfsprojekt durch die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH. (jof)

Kampagne openthehotels startet

8. April, 18:30 Uhr: Geflüchteten-Initiativen wie Medibüro, Café Exil und die Gruppe Lampedusa sehen die Stadt Hamburg in der Verantwortung, Geflüchteten und Obdachlosen mehr Hilfe zu bieten. Sie starten jetzt die Kampagne #openthehotels. Gemeinsam fordern sie die Sozialbehörde auf, Hotels und Airbnb-Ferienwohnungen anzumieten und für Obdachlose ohne Ausweispflicht zu öffnen. Ein Hotel habe sich gegenüber der Kampagne bereit erklärt, Menschen von der Straße aufzunehmen. Jetzt sei die Stadt am Zug, für die Kosten der Unterbringung aufzukommen. (jof)

Unterkunft für Sexarbeiter*innen

8. April, 14:30 Uhr: Die Sozialbehörde stellt 60 Plätze für von Obdachlosigkeit bedrohte Sexarbeiter*innen zur Verfügung. Damit reagiert die Behörde auf die schwierige soziale Lage für Sexarbeiter*innen. Prostitutionsangebote sind in Hamburg aufgrund des Corona-Virus momentan verboten. Wegen des wegfallenden Einkommens stehe ihnen teilweise keine Unterkunft mehr zur Verfügung.

Die Verteilung der Plätze in einer zentral gelegenen Unterkunft erfolgt über die Fachberatungsstelle Prostitution der Diakonie Hamburg, den Verein Ragazza, das BASIS-Projekt des Trägers Basis und Woge und das Fachamt Beratungen, Erlaubnisse und Anmeldung nach dem Prostituiertenschutzgesetz im Bezirksamt Altona. Durch die Maßnahme wolle die Behörde Ausbeutung und illegale Tätigkeiten verhindern und die Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen sicherstellen, heißt es. (lg)

Neues Hilfsangebot für Suchtkranke im Drob Inn

7. April, 18:30 Uhr: Im Drob Inn am Hauptbahnhof erhalten suchtkranke Menschen ab sofort auch Ersatzstoffe wie Methadon. Dadurch soll die Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus minimiert werden. (jof)

Erfolgreicher Start unseres Corona-Fonds

7. April, 17:00 Uhr: Parallel zu Erscheinen unserer April-Ausgabe in der vergangenen Woche, haben wir zu Spenden für unseren Corona-Fonds aufgerufen. Mit Erfolg! Bislang konnten wir die Überlebenshilfe von 100 Euro schon 387 Mal auszahlen. Eine wichtige Unterstützung für die Hinz&Künztler*innen. In unserem Spendenticker geben wir von nun an einen Überblick über einen Teil der Spenden, die uns erreichen. (lg)

Mobile Lebensmittelausgabe startet nach Ostern

7. April, 16:00 Uhr: Direkt nach Ostern, am 14. April, startet der Hamburger Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gemeinsam mit der Hamburger Tafel eine mobile Lebensmittelausgabe. Denn obwohl mittlerweile einige Lebensmittelausgaben wieder geöffnet haben, läuft die Versorgung in vielen Hamburger Stadtteilen immer noch schlecht. Viele Ausgabestellen haben geschlossen, weil ein Großteil der Freiwilligen zur Corona-Risikogruppe gehört und deshalb zuhause bleiben muss. „Der Zustand ist nicht tragbar“, sagt Detlef Hapke, stellvertretender ASB-Landesvorsitzender.

„Wir haben in den letzten Wochen mehrere zehntausend Pakete mit Lebensmitteln gepackt. Es gibt große Bereiche in der Stadt, die durch die Schließung von Ausgaben komplett von der Versorgung abgeschnitten sind. Dank der tollen Kooperation sorgt der ASB Hamburg nun dafür, dass diese Pakete an die fünf mobilen Standorte in Barmbek, Bergedorf (zwei Stellen), in Eimsbüttel und in Niendorf gebracht und ausgegeben werden“, sagt Julia Bauer, Vorstandsmitglied der Hamburger Tafel. Kund*innen von geschlossenen Lebensmittelausgaben können sich ab heute unter 040 – 833 981600 oder unter lebensmittelausgabe@asb-hamburg.de anmelden. (lg)

Kommunen fordern mehr Geld für Obdachlose

6. April, 14:15 Uhr: Mehr finanzielle Unterstützung für Obdachlose fordert jetzt auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). Aufgrund der sehr unterschiedlichen Finanzkraft könnten nicht alle Städte und Kommunen ausreichend Hilfe bieten, beklagt DStGB-Sozialexperte Uwe Lübking gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Bund und Länder sollten deshalb nicht nur Rettungsschirme für Unternehmen spannen, sondern auch für die Kommunen.“

In welche Bereiche die finanzielle Hilfe fließen soll, dafür hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohungslosenhilfe (BAG W) jetzt ein Zehn-Punkte-Sofortprogramm vorgelegt. Eine Kernforderung, die in Hamburg bereits Hinz&Kunzt erhoben hat, die aber die Stadt bislang nicht umsetzt, lautet: Einzelunterbringung für alle Obdachlosen!

Andere bundesweite Forderungen der BAG W wurden hingegen von der Hamburger Sozialbehörde bereits umgesetzt: zusätzliche Schutzräume für von Gewalt bedrohte wohnungslose Frauen, Möglichkeiten zur Isolierung von Erkrankten und Verdachtsfällen und erweitere Öffnungszeiten der Notunterkünfte. Darüber hinaus rückt die BAG W jetzt aber auch junge Wohnungslose in das Blickfeld. Diejenigen, die jetzt die Volljährigkeit erreichen, sollten auf keinen Fall ihre Jugendhilfeeinrichtung verlassen müssen, fordert Sprecherin Werena Rosenke. Ansonsten drohen auch diese Menschen in Obdachlosigkeit abzurutschen. (jof)

Initiative fordert: öffnet die Hotels

3. April, 20:00 Uhr: London, Paris, Frankfurt oder auch Bremen machen es vor und mieten Hotel- und Jugendherbergszimmer für Obdachlose und Geflüchtete an. Die Hamburger Sozialbehörde hingegen hält sich noch zurück. Zwar wurden einzelne Personen in Hotels oder anderen privaten Unterkünften untergebracht. Eine Betreuung sei allerdings dezentral in Hotels kaum zu gewährleisten, teilt die Sozialbehörde mit. Es gäbe dafür nicht ausreichend Personal.

Rund 35.000 Menschen leben in öffentlich-rechtlicher Unterbringung. Stand gestern waren 32 der Bewohner*innen am Coronavirus erkrankt. Laut Sozialbehörde gibt es bislang in den Unterkünften ausreichend Platz, erkrankte von gesunden Menschen zu isolieren.

Obdachlose und Gefüchtete ohne Papiere haben diesen Schutz auf der Straße nicht. Die Initiative #openthehotelshamburg – ein Zusammenschluss aus Medibüro und Café Exil – fordert jetzt die Stadt auf, Hotels und gegebenenfalls auch AirBnB-Ferienwohnungen anzumieten, um sie für Obdachlosen ohne Ausweispflicht zu öffnen. Ein Hotel habe man bereits gefunden, dass bereit sei zu helfen. Jetzt sei die Stadt am Zug, weitere Hotels anzumieten, fordern die Helfer*innen. (jof)

Gabenleine auf St. Pauli

3. April, 13:30 Uhr: Wer auf der Straße lebt, ist jetzt mehr den je auf Spenden angewiesen. Auf St. Pauli werden Kleider und Lebensmittel jetzt sogar „onlein“ weitergegeben: Im Arrivati Park am Neuen Pferdemarkt hat die Stadtteilinitiative Wohl oder Übel Wäscheleinen gespannt, an die sie mehrfach am Tag gut verpackte Spenden für Obdachlose hängen. Abgeben können Helfer*innen Kleidung und haltbares Essen heute Abend (3. April) von 20 bis 24 Uhr in der Kneipe Zoo im Neuen Kamp 9.

Nach dem Vorbild des Hamburger Gabenzauns am Hauptbahnhof sind darüber hinaus inzwischen weitere Gabenzäune in der Schanzenstraße bei der Bullerei von Tim Mälzer sowie im Park Fiction auf St. Pauli entstanden.

Online-Petition für mehr Hartz-IV

2. April, 15:45 Uhr: Ein Corona-Hilfspaket für Arme fordern jetzt Wohlfahrtsverbände und die Gewerkschaft ver.di per Online-Petition. „Nicht nur in die Bilanzen von Unternehmen, sondern auch in die schmalen Geldbeutel von Hartz IV-Bezieherinnen und -Beziehern reißt die Corona-Krise tiefe Löcher“, sagt Maria Loheide aus dem Vorstand der Diakonie Deutschland. Kinder erhielten in Schulen und Kitas kein kostenloses Mittagessen mehr. Zudem mussten viele Tafeln ihre Essensausgaben stoppen. „Deshalb brauchen Menschen in Grundsicherung jetzt einen Zuschlag von 100 Euro für Erwachsene und 80 Euro je Kind für diese außergewöhnliche Belastung“, fordert Loheide. Innerhalb der ersten 24 Stunden haben bereits rund 20.000 Menschen die Online-Petition „Wir fordern 100 Euro Soforthilfe für Arme in der Coronakrise!“ unterzeichnet. (jof)

Wie die häusliche Isolierung im Winternotprogramm endet

2. April, 15:30 Uhr: Wie geht es eigentlich mit den Obdachlosen am Standort des Winternotprogramms in der Friesenstraße weiter? Nachdem Mitte März ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet wurde, befinden sich dort etwa 300 Obdachlose in häuslicher Isolierung. Auf Hinz&Kunzt-Nachfrage erklärt Sozialbehördensprecher Martin Helfrich, dass die häusliche Isolierung der Nutzer*innen, genau wie bei nicht-wohnungslosen Hamburger*innen, durch einen individuellen Bescheid des Gesundheitsamtes endet: „Das bedeutet für das Winternotprogramm konkret: Symptomfreie Klientinnen und Klienten werden sukzessive durch entsprechenden Bescheid des Gesundheitsamtes von der Isolierung entbunden.“ In den kommenden Tagen sollen diese Bescheide eintreffen.

Wer dann nicht mehr an die Auflagen gebunden ist, könne das städtische Unterkunfts- und Versorgungsnotprogramm aber bis Ende Mai nutzen. Das hatte die Behörde bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Nutzer*innen die hingegen Symptome des neuartigen Corona-Virus zeigen, würden weiterhin isoliert untergebracht, bis eine Infizierung ausgeschlossen werden kann. Infizierte würden nochmal gesondert in Quarantäne untergebracht. Momentan sind nach Angaben des Behördensprechers am Standort des Winternotprogramms in der Friesenstraße zwei Menschen an dem Virus erkrankt. (lg)

Obdachlose dürfen in besetztem Haus bleiben

2. April, 14:30 Uhr: In Köln haben Obdachlose ein Haus besetzt. Darin dürfen sie jetzt erstmal bleiben – ganz offiziell. Zunächst hieß es von Seiten der Stadt, dass das Gebäude am Kölner Großmarkt wegen Schimmel und einer damit einhergehenden Gesundheitsgefahr geräumt werden müsse. Dann die Kehrtwende: Ein Gutachten konnte den Schimmelbefall nicht bestätigen. Nun dürfen die Obdachlosen zunächst im Haus bleiben: „Angesichts der Corona-Pandemie und der Abwägung alternativer Unterbringungsmöglichkeiten werden wir die Nutzung dieser Räume daher für einen begrenzten Zeitraum dulden“ schreibt die Stadt auf Twitter. (lg)

Stadt zahlt komplette Miete von Corona-Geschädigten

1. April, 18:00 Uhr: Niemand soll wegen der Corona-Krise seine Wohnung verlieren. Dieses Ziel hat die Bundesregierung ausgegeben und dafür den Zugang zur Grundsicherung für alle deutlich erleichtert. Applaus erntet die Regierung jetzt vom Mieterverein zu Hamburg (MzH). „Mieter*innen müssen jetzt keine Angst mehr haben und vor allem auch für kleine Vermieter gilt: Sie erhalten verlässlich weiterhin Mietzahlungen“, sagt MzH-Sprecher Sigmund Chychla.

Und so funktioniert das Hilfspaket: Das Jobcenter übernimmt rückwirkend ab 1. März die Kosten für alle Mieter*innen, die kein erhebliches Vermögen haben und die durch die Corona-Pandemie ihre Miete nicht zahlen können. Wer bis einschließlich zum 30. Juni 2020 einen Neuantrag auf Grundsicherung stellt, für den entfällt vorerst sogar die Vermögensprüfung. Eine weitere Besonderheit: Eine Prüfung, ob die Wohnung zu groß oder zu teuer ist, findet nicht statt. Die tatsächlichen Kosten werden sechs Monate lang übernommen.

Außerdem hat der Mieterverein in Hamburg erwirkt, dass die Stadt die ausstehende Summe direkt an den Vermieter zahlt. Dadurch werden vor allem bereits verschuldete Haushalte vor einem Wohnungsverlust gesichert. Das bedeutet: Wer bereits seinen Job verloren hat und wem eine Kündigung droht, muss sich trotzdem im kommenden halben Jahr erst einmal keine Gedanken um seine Wohnung machen, sondern kann sich auf die Arbeitssuche konzentrieren.

Trotz dieser Zugeständnisse an die Mieter*innen hat Sigmund Chychla aber noch eine Forderung an die Politik: „Die Stadt Hamburg sollte jetzt zügig eine zentrale Mail- und Postadresse einrichten und deren Betreuung sicherstellen, an die schnellstmöglich Anträge geschickt werden können.“ (jof)

Spendenaktion „Das gute Viertel“

1. April, 17:30 Uhr: Am Donnerstag veranstaltet Comedian Christoph Sieber um 14 Uhr einen Spendenlivestream – und die Spenden werden geviertelt. Damit werden vier Organisationen unterstützt – global und lokal. Die Spenden gehen an sea-eye e.V., das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt, das Pantheon-Theater Bonn und German Doctors e.V.. Zusammen schaffen wir #dasGuteViertel!

Bäderland öffnet Schwimmbad für Obdachlose

1. April, 14:00 Uhr: Direkt neben dem Millerntorstadion können Obdachlose ab sofort duschen: Das Bäderland-Bad St. Pauli öffnet ab sofort den Duschbereich für Obdachlose jeden Montag, Mittwoch und Samstag von 10 bis 14 Uhr, auch während der Ostertage.  (jof)

Hinz&Kunzt geht mit Magazin online

1. April, 12:00 Uhr: Heute gibt es eine traurige Premiere: Die Aprilausgabe erscheint nicht auf der Straße, sondern nur online. Wegen Corona. Sie können das Magazin als PDF oder direkt auf unserer Homepage lesen. Dafür bitten wir um Spenden.

Schön, dass Sie unseren Sozialnewsblog bis hier gelesen haben! Das war aber noch nicht alles: Die Meldungen aus dem März finden Sie hier.

Über die Autoren
Benjamin Laufer
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.
Jonas Füllner
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.
Lukas Gilbert
Lukas Gilbert
Studium der Politikwissenschaft in Hamburg und Leipzig. Seit September 2019 Volontär in der Hinz&Kunzt-Redaktion.
Birgit Müller
Birgit Müller
Birgit Müller hat 1993 Hinz&Kunzt mitgegründet. Seit 1995 ist sie Chefredakteurin.
Sybille Arendt
Sybille Arendt
Sybille Arendt ist seit 1999 dabei - in der Öffentlichkeitsarbeit und der Redaktion.
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas
Freier Journalist und Hinz&Kunzt-Autor aus Leidenschaft, schreibt seit vielen Jahren über Armutslöhne, Ausbeuter und Ideen für eine solidarische Gesellschaft.

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