Ein Kinderbuch gegen Antiziganismus

„Unsichtbare Kinder sichtbarer machen“

Reilo, Reili (vorne, Hand in Hand) und ihre Freund:innen stehen füreinander ein. Illustration: Josefine Taape

Sinti:zze und Rom:nja kommen in den meisten Kinderbüchern nicht vor. Um das zu ändern, hat die Hamburgerin Shlica Weiß selbst eines geschrieben: das Buch, das sich die Sinteza in ihrer Kindheit gewünscht hätte. Doch das Besondere an „Reilo und Reili“ ist nicht der Inhalt.

Sie halten sich an den Händen oder legen ihre Arme umeinander. Manche klatschen zur Musik, das Kind im Rollstuhl auch. Bunte Sommerkleidung, verschiedene Hautfarben. Und es wird getanzt, zu zweit, zu dritt, zwischen Lichter- und Wimpelketten. „Alle tanzen anders, aber gemeinsam macht es am meisten Spaß“, steht daneben. Es ist eine Szene aus dem Kinderbuch „Gemeinsam sind wir stark: Reilo und Reili – zwei Sinti-Kinder“. Auf der Doppelseite steckt so viel illustrierte Ausgelassenheit, dass die eigenen Füße am liebsten ins Buch schlüpfen und mittanzen möchten.

Die Autorin der Geschichte, Shlica Weiß, wählt ihre Worte sorgsam wie ei...


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Autor:in
Deborah Weber
Deborah Weber
Deborah Weber studierte Datenjournalismus in Leipzig und Florenz. Inzwischen arbeitet sie als freie Journalistin in Hamburg. Seit 2025 schreibt sie für Hinz&Kunzt.

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