Von Blicken auf den Boden, einem wieder aufgetauchten Sockel und König Christian dem Siebten: ein Spaziergang entlang der Hamburger Grenzsteine und Fragen an Herrn Wendt.
Irgendwo hier muss er doch sein! Vielleicht sollten wir der Trommelstraße folgen, rauf bis zum
Hein-Köllisch-Platz? Mitten in St. Pauli-Süd werden wir fündig: An der Trommelstraße, Ecke Finkenstraße, liegt die gesuchte Gehwegplatte. Sie ist kleiner als die anderen, hat die Buchstaben „A“ und „H“ eingeritzt, dazwischen ein Strich. „A“ steht für Altona und „H“ für Hamburg. Wir stehen vor einem historischen Grenzstein und damit auf der einstigen Grenze zwischen Altona und Hamburg. Von 1640 an markierte sie die Gebiete zweier Städte, die lange heftig miteinander konkurrierten. Etwa 270 Grenzsteine und Grenzmarkierungen sind erhalten, um die 1000 soll es auf dem heutigen Hamburger Stadtgebiet gegeben haben: zwischen Hamburg und Altona, zwischen Hamburg und Preußen, zwischen Hamburg und Holstein.
Dass die meisten Standorte verzeichnet, dokumentiert und kartografiert sin...

