Das Stück „Heim:Weh“ bringt auf die Bühne, was manche Verschickungskinder bis in die frühen 1980er-Jahre in Erholungsheimen erlebten. Autor Frank Keil hat die Proben im Thalia in der Gaußstraße begleitet.
Auch Bettnässer dürften jetzt mitfahren, sagt der Erzieher, der von der Seite in den Bühnenraum spricht. Sie würden unvergessliche Wochen in echter Gemeinschaft erleben, mit Morgengymnastik, mit Gesang und schönen Ausflügen, an die sie sich ein Leben lang erinnern würden. Er bemüht sich freundlich zu klingen. Und doch ist da ein drohender Unterton nicht zu überhören: Er kann auch anders, daran lässt er in Mimik und Körperhaltung keinen Zweifel.
„Heim:Weh“ heißt das sehenswerte Theaterstück, das sich dem Schicksa...

