Hamburgs Jobcenter geht gegen Vermieter:innen vor, die Mondpreise von Hilfebeziehenden verlangen – mit wechselndem Erfolg. Es geht um Millionenbeträge.
Was es bedeutet, im Haus eines Abzockvermieters zu wohnen, kann Ion (Name geändert, Red.) erzählen. Der ehemalige Hinz&Kunzt-Verkäufer hat auch Jahre später Angst vor den Männern, die regelmäßig mit einer Tüte in der Hand die Miete eintrieben – bar. 1000 Euro monatlich habe er für die Wohnung in einem heruntergekommenen Altbau im Reetwerder in Bergedorf gezahlt, in der er vier Jahre gemeinsam mit seiner Familie und der seines Bruders lebte. Fußböden, Wände, Türen: Alles habe er auf eigene Kosten renoviert. Erwähnte er jedoch die Kakerlaken, die aus den Ecken krabbelten, sei der Vermieter aggressiv geworden. „Für die Kinder war das nicht gut“, sagt der Rumäne rückblickend. „Aber ich hatte keine Alternative.“
Ion und seine Familie konnten ihre Wohnung selbst bezahlen. Doch in dem Ha...
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