Den Preis für das Sozialticket will der Hamburger Senat um 10 Euro anheben. Seit der Einführung des Deutschlandtickets hätte er sich damit fast verdoppelt.
Der Hamburger Senat will nach seinen Haushaltsverhandlungen auch arme Menschen zur Kasse bitten: Der Preis für das Sozialticket steigt von 27,50 Euro auf 37,50 Euro pro Monat – ein Anstieg um 36 Prozent, sofern der Preis für das Deutschlandticket nicht noch weiter angehoben wird. Der Zuschlag, den die Stadt für Sozialleistungsempfänger:innen zahlt, sinkt pro Person um 10 Euro.
Angesichts eines im Regelsatz vorgesehenen Budget für Mobilität von gut 50 Euro „hält der Senat diesen höheren Finanzierungsbeitrag für vertretbar“, heißt es in einer Mitteilung von Mittwoch. Bei Einführung des Deutschlandtickets vor drei Jahren zahlten Hamburger Hilfeempfänger:innen mit Sozialrabatt noch 19 Euro. Seitdem hat sich der Preis für sie damit fast verdoppelt.

Finanzsenator Andreas Dressel begründete diese und weitere Kürzungen mit „globalen und nationalen Rahmenbedingungen“, die auch an Hamburg nicht spurlos vorbeigingen. „Wir müssen heute konsequent konsolidieren, wirkungsvoll modernisieren und kraftvoll investieren, damit Hamburg auch zukünftig stark und solidarisch bleibt“, sagte der SPD-Politiker. „An vielen Stellen werden viele einen Beitrag zur Konsolidierung leisten müssen“. Die Bürgerschaft muss den Plänen noch zustimmen.
