Fotoserie

Abschied vom alten Diebsteich

Zwei Tage vor Abriss des Bahnsteigs: Aviana Grabosch stieg um, sie war falsch gefahren. Karl Nagel wohnt seit Langem direkt am Gleis. Foto: Irina Ruppert

Fotografin Irina Ruppert dokumentiert den drohenden Zerfall ihrer geliebten Nachbarschaft. Denn viele fürchten, dass für sie kein Platz mehr ist, wenn der neue Fernbahnhof kommt.

Diebsteich: Das ist der S-Bahnhof, der gerade abgerissen wurde. Der Ort, an dem Platz geschaffen werden soll für den umstrittenen neuen ­Altonaer Fernbahnhof. Ansonsten: Lagerhallen, Handwerksbetriebe, geparkte Lastwagen, einige Fried­höfe. Das ehemalige Thyssenkrupp-Schulte-Industrie­areal, das seit Jahren ungenutzt verfällt. Aber ein lebenswertes, ja liebenswertes Quartier? „Ich fand es damals unschön“, sagt Fotografin Irina Ruppert. Wenn sie durch den finsteren Tunnel von der S-Bahn nach ­Hause lief, ­telefonierte sie immer mit ihrem Freund, um sich sicherer zu fühlen. 

Ruppert war 24, als sie aus Liebe an den Diebsteich zog. Heute, 30 Jahre s...


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Artikel aus der Ausgabe:

Der Hitze ausgesetzt

Heiße Sommer sind für Obdachlose besonders gefährlich. Während andere Städte Sonnensegel aufhängen oder sogar Notunterkünfte eröffnen, hängt Hamburg beim Hitzeschutz hinterher. Außerdem: Warum Bettler zu unrecht aus der Innenstadt vertrieben werden und wie Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) ausreichend Wohnraum für alle schaffen will.

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Autor:in
Annabel Trautwein
Annabel Trautwein
Annabel Trautwein schreibt als freie Redakteurin für Politik, Gesellschaft und Kultur bei Hinz&Kunzt - am liebsten über Menschen, die für sich und andere neue Chancen schaffen.

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