Einst war er selbst ein Sklave – heute engagiert sich der Aktivist Brahim Ramdhane für ein Mauretanien ohne Unterdrückung und Leibeigenschaft. Seine stärkste Waffe: Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen.
Wo vor rund 50 Jahren Sklavenhalter ihre Zelte aufbauten und das Dorf Ain Salama entstand, erstreckt sich heute nur noch die Wüste Mauretaniens unter einem grenzenlos blauen Himmel und brennender Sonne. Hier parkt Brahim Ramdhane, 55, seinen Wagen. 160 Kilometer ist er mit dem Auto aus der Hauptstadt Nouakchott hergekommen, auf der Suche nach Spuren seiner Vergangenheit. Lederne Flip-Flops trennen seine Füße vom glühenden Sand. Ramdhane starrt auf eine rostige Metallplatte auf einem weiß getünchten Brunnen und erinnert sich an seine Kindheit.
Als Fünfjähriger zog er Wasser aus dem 60 Meter tiefen Schacht. Er erinn...

