Housing First in Hamburg

Der erste Schritt

Hinz&Kunzt-Verkäuferin Doro im Wohlerspark, wo sie im Zelt geschlafen hat. Jetzt wartet sie auf ihre "Housing-First"-Wohnung. Foto: Mauricio Bustamante

„Housing First“ für Obdachlose gibt es nun auch in Hamburg. Während Jens bereits eingezogen ist, muss Doro noch auf eine Wohnung warten. Wie geht es den beiden?

Die erste Nacht hat Jens probegeschlafen. Hat den Rucksack genommen, Schlafsack und Isomatte und ist kurz vor Weihnachten mit der U-Bahn rausgefahren zu dem gelb geklinkerten Wohnblock in Hamm. Sein Mietvertrag gilt erst ab Januar. Doch der Vermieter, ein Hamburger Unternehmen, hat Jens ein vorzeitiges Geschenk gemacht: Der Obdachlose darf zehn Tage früher in die Wohnung einziehen. Also liegt Jens am Abend des 21. Dezember 2022 auf dem nackten Fußboden und spürt nach, wie sich eigene vier Wände anfühlen. „Das war ungewohnt. Die Stille war merkwürdig. Ich war so aufgeregt, dass ich nicht schlafen konnte.“

Sechs Wochen später, an einem Nachmittag Anfang Februar, empfängt der 61...


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Artikel aus der Ausgabe:

Housing First: Jens hat endlich ein Zuhause

Wohnungen für Obdachlose mit „Housing First“ – endlich auch in Hamburg! Passend dazu im Magazin: Wie Grundrechte das Wohnen schützen. Im Schwerpunkt: Wieso Demokratien weltweit unter Druck stehen, warum Hamburgs Stadteilbeiräte diverser werden sollen und ob man Miteinander reden in Workshops lernen kann. Außerdem: Wieso die Polizei härter gegen Obdachlose in der Innenstadt vorgeht.

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Autor:in
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas schreibt seit vielen Jahren für Hinz&Kunzt - seit 2022 als angestellter Redakteur.

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