Unterkünfte in Nobelvierteln verhindert
An zwei Standorten in Hamburg haben Anwohner:innen verhindert, dass in ihrer Nachbarschaft Geflüchtete und andere Wohnungslose leben: in den Nobelvierteln Harvestehude und Hochkamp.
An zwei Standorten in Hamburg haben Anwohner:innen verhindert, dass in ihrer Nachbarschaft Geflüchtete und andere Wohnungslose leben: in den Nobelvierteln Harvestehude und Hochkamp.
Mindestens 3787 Menschen lebten Anfang 2024 obdachlos in Hamburg. Das hat der Wohnungslosenbericht der Bundesregierung ergeben, der am 8. Januar veröffentlicht worden ist. Stefanie Koch, Wohnungslosenexpertin der Diakonie, über ein „kollabierendes“ Hilfesystem.
Sieben Jahre nach der letzten wissenschaftlichen Erhebung gibt es wieder aktuelle und belastbare Daten über Obdachlose in Hamburg. Die Bundesregierung hat heute ihren Wohnungslosenbericht veröffentlicht – und der fördert erschreckende Zahlen zutage.
Immer mehr Hamburger:innen, die von Obdach- und Wohnungslosigkeit bedroht sind, bekommen keine Unterkunft. Eine „Taskforce“, wie sie die Linke fordert, lehnt die rot-grünen Regierungsfraktionen ab – will aber anders gegensteuern.
Laut einer aktuellen Hochrechnung leben in der EU und dem Vereinigten Königreich Hunderttausende Kinder und Jugendliche auf der Straße oder in Unterkünften – mit schlimmen Folgen.
Auf den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung müssen „schnellstmöglich“ konkrete Maßnahmen folgen, damit es bis 2030 keine Obdach- und Wohnungslosen mehr gibt, fordern Hilfsorganisationen.
In Hamburger Unterkünften für Wohnungslose leben 21.270 Menschen seit einem Jahr oder länger. Die Hamburger Diakonie hält das für unverantwortlich – und schlägt Sofortmaßnahmen vor.
Die Bundesregierung hat ihren Plan zur Abschaffung der Obdachlosigkeit vorgestellt. Der muss konkreter werden, meint Sabine Bösing von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W).
Um bis zum Jahr 2030 die Wohnungs- und Obdachlosigkeit zu überwinden, fordern Hamburgs Wohlfahrtsverbände einen Aktionsplan vom Senat. Der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung reiche nicht aus.
Der Europarat kritisiert, dass Deutschland zu wenig gegen Wohnungslosigkeit unternimmt. Die Regierung verweist auf den „Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit“ – doch der macht wenig Hoffnung auf Verbesserungen.