Schlummerndes Potenzial für Wohnraum
2935 Wohnungen mindestens könnten allein bis 2025 in Hamburg entstehen, wenn leer stehende Bürogebäude zu Wohnraum umgebaut würden.
2935 Wohnungen mindestens könnten allein bis 2025 in Hamburg entstehen, wenn leer stehende Bürogebäude zu Wohnraum umgebaut würden.
Der Senat hat am Dienstag den Wohnraumschutzbericht für das Jahr 2021 beschlossen. Der Tenor: Hamburgs Behörden gehen entschlossen gegen unrechtmäßigen Leerstand vor. Wer genauer hinschaut, stößt auf ungelöste Probleme.
Jahrelang stockte der Bau des Paloma-Viertels auf St. Pauli. Jetzt hat der Eigentümer das Areal der ehemaligen Esso-Häuser der städtischen Saga zum Kauf angeboten.
Sozialarbeiter:innen schlagen Alarm: Die städtischen Fachstellen für Wohnungsnotfälle kommen ihrem Auftrag nicht mehr nach. Dabei sollen sie Menschen helfen, denen Obdachlosigkeit droht.
Möblierte Wohnungen, die völlig legal zu überteuerten Preisen vermietet werden – damit könnte bald Schluss sein. Der Bundesrat hat für einen Gesetzesentwurf aus Hamburg gestimmt, der solche Umgehungen der Mietpreisbremse stoppen soll. Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Bundestages.
Nur wenige Meter vom Campus der Universität Hamburg entfernt verfällt seit Jahren ein stattlicher Altbau. Jetzt fordert die Bezirksversammlung Eimsbüttel einen Treuhänder, damit die Wohnungen instandgesetzt werden.
4870 Wohnungen wollten große Immobilienunternehmen für Hamburg bauen. Mehr als Luftschlösser sind diese Versprechen der vergangenen Jahre aber bis heute nicht.
Mitten in der beginnenden Baukrise trat Karen Pein (49, SPD) ihr Amt als Stadtentwicklungssenatorin an. Nach einem halben Jahr im Amt ist die studierte Stadtplanerin trotzdem zuversichtlich, ausreichend Wohnraum für alle Hamburger:innen zu schaffen – auch für wohnungslose Menschen.
Hamburg startet einen neuen Anlauf, um die Vermietung von überteuerten möblierten Wohnungen zu stoppen. Das Ziel des Senats: „Schlupflöcher schließen und Tricksereien verhindern“.
In Hamburg und bundesweit wurden 2022 mehr Wohnungen als im Vorjahr fertiggestellt. Für Mieterverein und Sozialverbände ist das dennoch kein Grund zur Freude.