Blaue Betten auf Beton
Lichtkünstler Michael Batz mach Obdachlosigkeit sichtbar, indem er die Schlafplätze von Hinz&Künztlern beleuchtet – und die Hinz&Künztler erzählen vom Leben auf der Straße.
Lichtkünstler Michael Batz mach Obdachlosigkeit sichtbar, indem er die Schlafplätze von Hinz&Künztlern beleuchtet – und die Hinz&Künztler erzählen vom Leben auf der Straße.
Wie erst jetzt bekannt wurde, ist vor einem Vierteljahr ein weiterer Obdachloser auf der Straße gestorben. Die Zahl der bekannten Todesfälle für den Zeitraum von Oktober bis heute steigt damit auf sieben an.
In Hamburg gibt es gerade einmal 22 Duschplätze in Einrichtungen für Obdachlose. Das gemeinnützige Unternehmen GoBanyo startet deswegen eine Spendenkampagne für einen mobilen Duschbus.
Im Haus 73 diskutierten Experten aus der Wohnungslosenhilfe darüber, ob die Stadt genug für Obdachlose tut. Mit dabei: Daniela Unterholzner von der Sozialorganisation neunerhaus, die in Wien Wohnraum für 570 wohnungs- und obdachlose Menschen bereit stellt.
Die Bundestagsfraktionen von Grünen und Linken haben Konzepte vorgelegt, um Obdachlosigkeit abzuschaffen. Dazu hat sich Deutschland bis 2030 verpflichtet. Im Sozialministerium wird an einer Wohnungslosenstatistik gearbeitet.
Der Hinz&Kunzt-Bericht über weggefallene Stellen von Sozialarbeitern für Obdachlose hat ein politisches Nachspiel: Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Franziska Rath fordert Aufklärung vom Senat.
Weil die Finanzierung über die EU nur bis Ende 2018 gesichert war, sind in Hamburg zum Jahreswechsel mehrere Sozialarbeiterstellen für Zuwanderer weggefallen. Ein neues Projekt der Sozialbehörde kann die Verluste nicht ausgleichen.
Für Kinder ist es schwer zu verstehen, dass Menschen auf der Straße schlafen müssen. In Hamburger Grundschulen erzählt ihnen Hinz&Künztler Jan vom Leben ohne Zuhause.
Im Hamburger Stadtteil Wandsbek hat eine Anwohnerin vergangene Woche in einem Park die 54-jährige Obdachlose Edda tot aufgefunden. Auch in Hannover und Kiel sind Obdachlose verstorben.
Das Winternotprogramm für Obdachlose müsse einladender werden, kritisiert die Diakonie. Christian erklärt, wieso er und seine Freunde lieber draußen schlafen, statt in die Notunterkünfte zu gehen.