Trotz der vielen gestorbenen Obdachlosen macht der Hamburger Senat weiter wie bisher. So darf es nicht bleiben, meint Hinz&Kunzt-Redakteur Ulrich Jonas.
Mindestens 18 Obdachlose sind laut Polizei allein im Januar in Hamburg gestorben. Diese Zahl muss ein Weckruf für den Senat sein. Doch der vermittelt nicht den Eindruck, den Ernst der Lage erkannt zu haben: Mal erklärt die Sozialbehörde zutreffend, Obdachlose litten oft an mehreren Krankheiten gleichzeitig – Subtext: dass welche sterben, ist bedauerlich, aber nicht erstaunlich. Mal weist sie darauf hin, dass die Krankheitseinsicht unter den Betroffenen mitunter nicht groß sei, weshalb Hilfen manche nicht erreichten. Und mal erklärt sie gegen jede Logik, dass die 800 zusätzlichen Betten, die das Winternotprogramm bietet, in jedem Fall ausreichen würden für die mindestens 3800 Obdachlosen dieser Stadt.
Richtig ist: Längst nicht jede:r Obdachlose geht in eine Großunterkunft....
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