300 Obdachlose in Quarantäne
Im Winternotprogramm gibt es einen ersten Corona-Fall: Etwa 300 Obdachlose werden in der Unterkunft an der Friesenstraße auf Anordnung des Gesundheitsamts für 14 Tage unter häusliche Isolation gestellt.
Im Winternotprogramm gibt es einen ersten Corona-Fall: Etwa 300 Obdachlose werden in der Unterkunft an der Friesenstraße auf Anordnung des Gesundheitsamts für 14 Tage unter häusliche Isolation gestellt.
Der sich rasant ausbreitende Coronavirus hat massive Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben in Hamburg. Auch Hilfsprojekte für Obdachlose sind bereits betroffen. Die Sozialbehörde kündigt derweil Unterstützung für die Menschen auf der Straße an.
Seit zwei Wochen gibt es eine neue Anlaufstelle am Bahnhof Holstenstraße. Das Angebot wird dankbar angenommen, wie die Betreiber*innen sagen. Das liegt womöglich auch am toleranten Umgang mit Alkohol in der Einrichtung.
Lebensrettung in höchster Not: Am Mittwochabend entdeckten Rettungskräfte der Feuerwehr in der City zufällig einen Obdachlosen, dessen Kleidung brannte.
Im Nationalsozialismus wurden Obdachlose, Bettler*innen oder auch Wanderarbeiter*innen als Asoziale gebrandmarkt und im KZ inhaftiert. Knapp 75 Jahre nach Kriegsende erkennt der Bundestag endlich auch diese Menschen als NS-Opfer an.
Auch nach dem stürmischen Sonntag sind Obdachlose in Hamburg noch heftigen Böen und Starkregen ausgesetzt. Das Winternotprogramm bleibt deshalb am Montag tagsüber geöffnet.
Der heroinabhängige Helmut schläft auf der Straße. Er kann nicht mehr. Dann bekommt der 63-Jährige eine gute Nachricht … Am Dienstag startet die Doku-Reihe „Obdachlos – Einzug in ein neues Leben“ auf VOX. Wir haben vorab rein geschaut.
Seit 20 Jahren treffen sich Geschäftsleute, soziale Initiativen und Stadt regelmäßig am „Runden Tisch St. Jacobi“. Ein Erfolgsmodell: Kaum jemand fordert heute mehr, Bettler*innen zu vertreiben. Am Dienstag wird Jubiläum gefeiert.
Im Winternotprogramm sollen alle ein Bett bekommen – das fordert die grüne Bürgermeisterkandidatin Katharina Fegebank im Interview. Wie auch Amtsinhaber Peter Tschentscher (SPD) lehnt sie eine ganztägige Öffnung aber ab.
Die Stadt will ihr Angebot für Obdachlose zukünftig ausbauen. Das Pik As, die Übernachtungsstätte für obdachlose Männer, soll komplett neu gebaut werden – inklusive separater Notübernachtungsplätze für junge Obdachlose. Und auch das Angebot für obdachlose Frauen soll erweitert werden.