Ein bisschen wie bei Freunden
Hinz&Kunzt, Diakonie und Alimaus bringen bis zu 250 Obdachlose in Hotelzimmern unter. Wir haben die ersten Hotelgäste im Bedpark im Schanzenviertel besucht.
Hinz&Kunzt, Diakonie und Alimaus bringen bis zu 250 Obdachlose in Hotelzimmern unter. Wir haben die ersten Hotelgäste im Bedpark im Schanzenviertel besucht.
Hinz&Kunzt und die Tagesaufenthaltstätte Alimaus bringen zusammen mit der Diakonie Hamburg so schnell wie möglich bis zu 250 Obdachlose in Hotelzimmern unter. Finanziert wird das Hilfsprojekt durch die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH.
Im Drob Inn am Hauptbahnhof erhalten suchtkranke Menschen ab sofort auch Ersatzstoffe wie Methadon. Dadurch soll die Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus minimiert werden.
Direkt neben dem Millerntorstadion können Obdachlose ab sofort duschen: Drei Mal pro Woche öffnet der Betreiber Bäderland das Schwimmbad auf St. Pauli.
Seit Montag gelten in Hamburg Kontaktbeschränkungen: Menschen dürfen sich in der Öffentlichkeit lediglich alleine, zu zweit oder zusammen mit den Menschen, die in der gemeinsamen Wohnung leben, aufhalten. Und Obdachlose?
Trotz Corona-Epedemie hat der Bezirk Eimsbüttel noch am vergangenen Freitag die Platte eines Obdachlosen am Isebeekkanal geräumt. Inzwischen haben mehrere Bezirke solche Räumungen ausgesetzt.
Aufruf zur Solidarität in Zeiten von Corona: Die Diakonie vernetzt ab sofort die Hilfe für insbesondere ältere, hilfsbedürftige Menschen. Freiwillige, die im Notfall helfen möchten, können sich jetzt online registrieren.
Hinz&Kunzt macht sich Sorgen um die Versorgung von Obdachlosen und Wohnungslosen. „Obdachlose gehören in der Regel zur Risikogruppe. Sie brauchen dringend Schutz“, sagt Geschäftsführer Jörn Sturm.
Das Coronavirus trifft Hamburgs Obdachlose hart: Die meisten Hilfseinrichtungen haben die Türen geschlossen, sogar die medizinische Hilfe ist eingeschränkt. Immerhin können derzeit noch abgepackte Lebensmittel ausgegeben werden.
Seit dem Wochenende sind etwa 300 Obdachlose im Winternotprogramm in der Friesenstraße in häuslicher Isolation. Weil die ehrenamtlichen Helfer des „Fördervereins Winternotprogramm für Obdachlose“ ihre Arbeit eingestellt haben, wird nun auch die Versorgung der Obdachlosen vom Betreiber übernommen.