Im ersten Monat nach der Neueröffnung des „Pik As“ konnte nicht allen Hilfesuchenden ein Bett angeboten werden. Das liegt an strukturellen Problemen.
Die frisch renovierte Hamburger Obdachlosenunterkunft „Pik As“ ist bereits kurz nach der Eröffnung erneut überfüllt: Rund 30 Personen hätten im Mai kein Bett in einem der Viererzimmer erhalten können, teilte der Betreiber Fördern & Wohnen auf Nachfrage von Hinz&Kunzt mit.
Den Obdachlosen sei stattdessen angeboten worden, in einem Gemeinschaftsbereich „im Warmen“ zu übernachten, hieß es. Allerdings: „Betten werden dort nicht aufgestellt.“ Zudem sei der Aufenthalt dort nur in Einzelfällen möglich. Eigentlich dürften im Pik As maximal 330 Menschen übernachten.
Als Dauerlösung sieht der Betreiber das nicht: „Zur strukturellen Auflösung dieser Engpässe befinden sich Sozialbehörde und Fördern & Wohnen derzeit im intensiven Austausch“, sagte eine Sprecherin. Eigentlich sollen obdachlose Menschen nur kurz in der Notunterkunft unterkommen und von dort in eine Wohnung oder Dauerunterkunft vermittelt werden.
In der Praxis klappt das nur selten: „Wir sind durch äußere Umstände in unserer Arbeit eingeschränkt: Es gibt zu wenig Wohnungen und Unterkunftsplätze“, sagte die zuständige Bereichsleiterin Ina Ratzlaff kürzlich im Hinz&Kunzt-Interview.
Unabhängig davon ist Fördern & Wohnen aber zufrieden mit dem Neustart der Unterkunft: „Das neue Pik As hat seinen Betrieb störungsfrei gestartet, die obdachlosen Menschen nehmen die Einrichtung gut an und schätzen die baulichen Verbesserungen“, sagte eine Sprecherin.
