Bergedorf

Leerstand am Reetwerder bald beendet?

Das Haus am Reetwerder 3 in Bergedorf. Foto: BELA

Nach mehr als acht Jahren Leerstand hat der Reetwerder 3 in Bergedorf einen neuen Besitzer. Wohnen bald wieder Menschen in dem Mehrfamilienhaus?

Bewegung in Bergedorf: Das seit mehr als acht Jahren leerstehende Haus am Reetwerder 3 hat einen neuen Eigentümer. Das erklärte die Gerichtspressestelle auf Hinz&Kunzt-Nachfrage. Demnach hat eine GmbH mit Sitz in Hamburg das Mehrfamilienhaus im Rahmen einer Zwangsversteigerung für 1,7 Millionen Euro erworben. Der Geschäftsführer der Firma ließ auf Hinz&Kunzt-Anfrage wissen, man werde das Haus „sanieren und anschließend vermieten“.

Die Immobilie am Reetwerder ist ein Symbol für miese Geschäfte mit Wohnraum und Tatenlosigkeit der Stadt: Jahrelang hatten Abzocker:innen hier viel Geld mit Menschen verdient, die auf dem Wohnungsmarkt kaum Chancen haben. Nachdem das Bezirksamt Bergedorf das Haus 2018 aus Sicherheitsgründen räumen ließ, verloren die Mieter:innen über Nacht ihr Zuhause. Anschließend duldete die Stadt den jahrelangen Leerstand mit dem Hinweis, das Hamburgische Wohnraumschutzgesetz greife in diesem Fall nicht.

Das Spiel der Abzocker
Leerstand statt Wohnraum in Bergedorf
Das Spiel der Abzocker

Ob die Abzocker:innen vom Reetwerder je zur Verantwortung gezogen werden, bleibt ungewiss: Das Amtsgericht habe noch nicht entschieden, ob die Anklage der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug verhandelt werden wird, teilte die Gerichtspressestelle zuletzt auf Hinz&Kunzt-Nachfrage mit.

Artikel aus der Ausgabe:
Titelbild von Hinz&Kunzt mit einem nackten Mann am Strand, der ein Surfbrett unter dem Arm trägt. Titelzeile: Wann ist ein Mann eine Mann?

Wann ist ein Mann ein Mann?

Wie Robert Lindemann sich gegen Sexismus im Netz wehrt, was Menschen zum Mann macht und wie Gewalttäter therapiert werden. Außerdem: Okan Taşköprü über den NSU-Mord an seinem Onkel Süleyman und das Kurioseste aus 400 Ausgaben Hinz&Kunzt.

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Autor:in
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas schreibt seit vielen Jahren für Hinz&Kunzt - seit 2022 als angestellter Redakteur.

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