Statistik

In Hamburg leben 32.765 Wohnungslose

Wie hier in Poppenbüttel leben in Hamburg viele Menschen in Unterkünften für Wohnungslose. Foto: Miguel Ferraz

Die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland und Hamburg verharrt auf hohem Niveau. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

Hamburg kommt bei der Bekämpfung der Wohnungslosigkeit nicht vom Fleck. 32.765 Menschen – und damit 355 mehr als ein Jahr zuvor – lebten zum Stichtag 31. Januar 2026 in Unterkünften für Wohnungslose. Das ist das Ergebnis der am Freitag veröffentlichten Wohnungslosenstatistik, für die Kommunen und Einrichtungen einmal im Jahr die Zahl der untergebrachten Wohnungslosen melden. Obdachlose, die etwa auf der Straße oder informell bei Bekannten schlafen, tauchen in den Zahlen nicht auf.

Ebenfalls nicht berücksichtigt sind etwa Asylsuchende. Rechnet man sie hinzu, lebten in Hamburg nach Angaben der Stadt zuletzt sogar 40.421 Menschen ohne Wohnung in öffentlichen Unterkünften. Die sind derweil nicht nur voll, sondern sogar überbelegt: Offiziell bieten sie nur Platz für 40.366 Menschen.

Diakonie fordert Maßnahmen

Bundesweit ist die Zahl der Wohnungslosen immerhin leicht gesunken. Die Kommunen brachten zum Stichtag 31. Januar 2026 insgesamt 452.900 Menschen unter. Das sind 21.800 oder 5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Für die Diakonie ist das kein Grund zur Entspannung: „Diese Zahlen zeigen, dass es deutlich größere Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen braucht, um Wohnungslosigkeit wirksam zu bekämpfen“, sagt Präsident Rüdiger Schuch und fordert die Politik zum Handeln auf. Ziel müsse es sein, Menschen dauerhaft in bezahlbare Wohnungen zu bringen: „Das ist zentral für Teilhabe, Gesundheit und gesellschaftliche Stabilität. Die bisherigen Anstrengungen und Maßnahmen reichen da nicht aus. Wenn Bund, Länder und Kommunen es ernst meinen, müssen sie jetzt gezielt Hindernisse abbauen und verbindliche Maßnahmen vorlegen, die schnell wirken.”

Artikel aus der Ausgabe:
Titelbild von Hinz&Kunzt mit einem nackten Mann am Strand, der ein Surfbrett unter dem Arm trägt. Titelzeile: Wann ist ein Mann eine Mann?

Wann ist ein Mann ein Mann?

Wie Robert Lindemann sich gegen Sexismus im Netz wehrt, was Menschen zum Mann macht und wie Gewalttäter therapiert werden. Außerdem: Okan Taşköprü über den NSU-Mord an seinem Onkel Süleyman und das Kurioseste aus 400 Ausgaben Hinz&Kunzt.

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Autor:in
Lukas Gilbert
Lukas Gilbert
Seit 2021 Redakteur und stellv. CvD. Vorher Volontariat bei Hinz&Kunzt und Studium der Politikwissenschaft in Hamburg und Leipzig.

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