Liebe Leserin, lieber Leser,
wie kaltherzig kann ein Amt sein? Diese Frage stellen wir uns, seitdem wir die Geschichte eines 75-jährigen Rentners aus Altona recherchiert haben. Der hat, weil seine Einkünfte zum Leben nicht reichen, Pfandflaschen gesammelt – und die 58,25 Euro, die er damit verdient hat, dem Grundsicherungsamt mitgeteilt. Postwendend kürzte das Amt daraufhin die Hilfe – was nicht nur empörend ist, sondern wohl auch rechtswidrig, wie Sie im Stadtgespräch nachlesen können.
Erfreulich ist dagegen die Geschichte unseres ehemaligen Hinz&Kunzt-Verkäufers Dirk. Der rutschte als 30-Jähriger in die Drogensucht, verlor bald Job und Wohnung und landete schließlich im Gefängnis. Seine große Leidenschaft hat ihm den Weg zurück in ein gutes Leben ermöglicht: das Billardspielen. Dass er sich heute wie vor 30 Jahren mit den Besten dieses Sports messen kann und was ihm noch fehlt zu seinem Glück, erfahren Sie in unserer Reportage.
Als Hinz&Kunzt-Leser:in oder -Freund:in kennen Sie die Schönheit des Teilens: Das macht eben nicht nur die Menschen glücklich, die etwas bekommen, sondern auch die, die von ihrem Wohlstand abgeben. Wo und wie in Hamburg geteilt wird, beleuchten wir im Themen-Schwerpunkt. Dort nehmen wir Sie unter anderem mit nach Ottensen in ein Mehrfamilienhaus, in dem Wohnungseigentümer:innen gemeinsam mit Menschen unter einem Dach leben, die es auf dem Mietmarkt schwer haben – in Zeiten des Mangels an bezahlbarem Wohnraum ein Vorzeigeprojekt, das Schule machen sollte.
Das Gefühl von Freude teilen regelmäßig die Menschen, die in einem der vielen Hamburger Chöre singen. Wir haben drei außergewöhnliche Ensembles bei ihren Proben besucht.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr!
Ihr Ulrich Jonas
Redaktion





