Hamburg ist wenig vorbereitet auf die steigende Zahl von Obdachlosen, die alt und krank sind. Hoffnung verspricht das neue Konzept der „Lebensplätze“, das jetzt in Bergedorf startet.
Stella sitzt im Untergeschoss des CaFée mit Herz auf St. Pauli und sagt, sie habe erst überlegen müssen, ob sie ihre Geschichten erzählen soll. In 61 Lebensjahren hat sich eine Menge angesammelt. In ihrem Fall sehr viel Schmerzhaftes: Gewalt in der Kindheit, sexuelle Übergriffe, schwere gesundheitliche Probleme und Operationen. Schon lange arbeitet sie nicht mehr, zwar erhält sie eine kleine Erwerbsminderungsrente, doch es reicht trotzdem vorn und hinten nicht.
Vor zweieinhalb Jahren landet sie schließlich auf der Straße. Heute kenn...

