Schwerpunkt: Erfindungen

Forschergeist im Hinterzimmer

Wer erfinden will, muss sich zunächst mal informieren: Impression vom Erfinderstammtisch. Foto: Miguel Ferraz

Erfindungen kosten Schlaf, Geld und Zeit – und verschwinden meist in der Schublade. Warum können Menschen das Tüfteln trotzdem nicht lassen? Wir haben beim Hamburger Erfinder-Stammtisch nachgefragt.

Der Erfinder-Stammtisch ist gar nicht leicht zu finden. Auch der Kellner im Barmbeker Lokal muss erst mal den Chef fragen. In einem kleinen Hinterzimmer trifft sich die Hamburger Sektion des Deutschen Erfinderverbandes einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken – eigentlich. Mehr als 220 Jahre Erfindererfahrung sind auch an diesem Abend dort versammelt – bei genau drei Personen. Neben Felix Günter Beyer (61) sind auch Werner Wiesner (82) und Harald Beck (82) gekommen und fachsimpeln eifrig wie Schuljungs über die Messung von Schienenbewegungen bei Zügen. „An der Elbe haben Erfinder es nicht leicht“, sagt Felix Günter Beyer, selbst Erfinder und kommissarischer Leiter der Hamburger Sektion des Deutschen Erfinderverbandes, und zuckt die Schultern. „Die Hamburger sind mehr Kaufmann als Erfinder.“

Der Nachwuchs fehle im Moment, sagt der 61-Jährige; mit Corona sei das Ve...


Ausgabe kaufen & Gutes tun

Kaufen Sie diese Ausgabe Hinz&Kunzt digital für nur 2,80 €. Damit unterstützen Sie unabhängigen Journalismus und unsere Hilfe für obdachlose und arme Menschen.

oder
Schließen Sie unser Jahresabo für 33,60 € ab – und lesen Sie ein Jahr alle neuen Ausgaben. Endet automatisch!

ABO ABSCHLIESSEN

Schon gekauft? Zum Login

Verkaufsplatzkarte

An diesen Standorten können Sie unsere Hinz&Kunzt-Verkäufer:innen antreffen:

Artikel aus der Ausgabe:

Was die Welt jetzt braucht

Schwerpunkt Erfindungen: Wir stellen Erfindungen vor, die in den Hamburger Fab Labs entstehen, haben mit dem Social Impact Lab über Sozialunternehmen gesprochen und waren beim Erfinder-Stammtisch zu Gast. Außerdem: Die Parteivorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, spricht im Interview über das neue Bürgergeld. Und: Private Initiativen leisten, was die Stadt nicht leisten will: Sie bringen Obdachlose ganztägig in Containern und Hotels unter.

Ausgabe ansehen
Autor:in
Misha Leuschen
Misha Leuschen