Ein Container für Kim und Stefan
Kim und Stefan waren die Nummer 1 bei der Platzvergabe für die festen Winter-Wohncontainer. Jetzt wohnen sie auf dem idyllischen Gelände des Rauhen Hauses.
Kim und Stefan waren die Nummer 1 bei der Platzvergabe für die festen Winter-Wohncontainer. Jetzt wohnen sie auf dem idyllischen Gelände des Rauhen Hauses.
Geschafft! Bonnie und Clyde haben ihren gemeinsamen Container an der Münzstraße bezogen. Nun sind sie erst einmal sicher vor Regen und Kälte – jedenfalls nachts. Tagsüber müssen sie nach wie vor draußen ausharren, wie alle im städtischen Winternotprogramm.
Zusammen mit 140 anderen Obdachlosen wartet der herzkranke Dieter am Dienstagmorgen darauf, einen festen Wohncontainer im Winternotprogramm zu bekommen. Viele gehen leer aus.
Noch kann Dieter sich in der Krankenstube auskurieren. Bald aber muss er wieder raus – und was dann? Der 64-Jährige hofft auf einen Container im Winternotprogramm. Erst recht jetzt, wo sein Herz nicht mehr richtig mitmacht.
Marek, Krzysztof und der 62-jährige „Papa“ machen gemeinsam Platte. Ständig haben sie Angst, vertrieben zu werden. Ihre große Hoffnung: ein paar Plätze im Container im Winternotprogramm zu bekommen.
Gemeinsam wollen sie den Winter draußen überstehen: Das Paar, das auf der Straße nur Bonnie und Clyde heißt. Früher hatten sie eine Wohnung, jetzt schlafen sie vor einem Kaufhaus in der City.
Am Hauptbahnhof soll aufgeräumt werden, fordert Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD). Was bedeutet das für Trinker und Obdachlose? Und wieso lässt er Zelte in Parks rigoros räumen?
Seit 30 Jahren macht Dieter Platte. Aber jetzt kann er nicht mehr: Wegen einer Herzerkrankung braucht er dringend einen Platz im Winternotprogramm. Dieter ist einer der Obdachlosen, die wir durch den Winter begleiten.
Der Bezirksamtsleiter von Mitte hat zahlreiche Umbauten angekündigt, um den Hauptbahnhof attraktiver zu machen. Jedoch nicht für alle: Trinker, Bettler und Obdachlose sollen sich dort nicht wohl fühlen.
Ein Blick aus der S-Bahn kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof genügt, um zu erkennen, dass Obdachlose neben der Kennedybrücke leben. Sechs Zelte und ein Grill stehen dort. Auf der Wiese daneben kein Leergut, kein Abfall, kein alter Hausrat. Die „Kennedys“ gelten als die Spießer unter den Obdachlosen. Ihre „Platte“ ist praktisch immer sauber. So läuft das seit Jahren. Probleme mit der Obdachlosen-Gruppe gab es so gut wie nie.