Hamburg will Obdachlosen besser helfen
Zwei neue Hilfsangebote für Obdachlose hat die Hamburger Sozialbehörde in den vergangenen Tagen im Stadtzentrum präsentiert: eine psychiatrische Praxis und lebenslange Wohnplätze für ältere Menschen.
Zwei neue Hilfsangebote für Obdachlose hat die Hamburger Sozialbehörde in den vergangenen Tagen im Stadtzentrum präsentiert: eine psychiatrische Praxis und lebenslange Wohnplätze für ältere Menschen.
Jahr für Jahr werden mehr Obdachlose aus Hamburg in ihre einstige Heimat abgeschoben. Damit setzen die Behörden eine Vereinbarung aus dem rot-grünen Koalitionsvertrag um.
Politik und Wohnungswirtschaft in Hamburg wollen künftig nicht nur den Neubau ankurbeln, sondern sich auch dem Wohnungsbestand zuwenden. Erstmals berücksichtigen die Bündnispartner Obdachlose.
Im Februar sind in Hamburg mindestens sieben obdachlose Menschen gestorben, fünf davon im Krankenhaus. Die Sozialbehörde will die Erfassung der Todesfälle reformieren – und dabei künftig nicht alle zählen.
Anfang März öffnet die Stadt einen weiteren Tagestreffpunkt für Obdachlose in Altona. In dem Neubau an der Stresemannstraße sollen zudem 20 ehemals Obdachlose eine Wohnung finden.
Trotz der vielen gestorbenen Obdachlosen macht der Hamburger Senat weiter wie bisher. So darf es nicht bleiben, meint Hinz&Kunzt-Redakteur Ulrich Jonas.
Obdachlose Frauen erleben häufig Übergriffe und sexualisierte Gewalt. Das Containerprojekt der Hamburger Caritas bietet ihnen einen Schutzraum – und Gemeinschaft.
Erneut ist in Hamburg ein Mensch auf der Straße gestorben. Damit sind allein im Januar mindestens sechs Obdachlose im öffentlichen Raum zu Tode gekommen. Zählt man die Todesfälle in Krankenhäusern und Notunterkünften hinzu, steigt die Zahl auf 18.
Eine aufmerksame Passantin hat gestern einen Obdachlosen in Eimsbüttel vor dem Kältetod bewahrt. Zu Hilfe gerufene Rettungskräfte brachten den 67-Jährigen in höchster Not ins Krankenhaus.
Bis einschließlich 9. Februar dürfen Obdachlose auch tagsüber in den Notunterkünften der Stadt bleiben. Eine generelle 24-Stunden-Öffnung lehnt der Senat aber weiterhin ab, so Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) im Sozialausschuss der Bürgerschaft.