Acht tote Obdachlose innerhalb von sechs Wochen
In den vergangenen Wochen sind deutlich mehr Menschen auf der Straße gestorben, als bislang bekannt war – allein acht seit Dezember. Die Rufe nach einer Öffnung von Hotels für Obdachlose werden lauter.
In den vergangenen Wochen sind deutlich mehr Menschen auf der Straße gestorben, als bislang bekannt war – allein acht seit Dezember. Die Rufe nach einer Öffnung von Hotels für Obdachlose werden lauter.
Nach dem Tod von fünf Menschen auf Hamburgs Straßen innerhalb weniger Tage mehren sich Stimmen, die eine Hotelunterbringung für Obdachlose fordern. Die Opposition will zudem eine Sondersitzung des Sozialausschusses der Bürgerschaft einberufen.
In Ahrensburg bei Hamburg haben Unbekannte am Dienstagabend einen Obdachlosen überfallen und ausgeraubt. Die Polizei sucht nun Zeug*innen für das Verbrechen.
Um weitere Tote auf Hamburgs Straßen zu verhindern, fordert die Linksfraktion den Senat zum Handeln auf. Noch in dieser Woche solle dieser Hotelzimmer für Obdachlose anmieten.
Bis 2030 soll es in Europa keine Obdachlosigkeit mehr geben – jedenfalls wenn es nach dem Willen des Europaparlaments geht. Auch die Bundesregierung hat sich diesem Ziel verpflichtet. Doch bei der Umsetzung hakt es noch.
Jedes Jahr sterben Menschen in Hamburg auf der Straße. Viele von Ihnen werden ohne Trauergäste und Zeremonie bestattet. Am Sonntag in Eimsbüttel werden sie dennoch verabschiedet. Pastor Helmut Kirst leitet den Gedenkgottesdienst.
Fast drei Wochen später als geplant eröffnet die Stadt eine neue Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose. In der Markthalle sollen sich bis zu 200 Menschen gleichzeitig aufwärmen können und ein Mittagessen bekommen. Nicht nur die Linke findet das angesichts der Coronapandemie riskant.
Der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Asklepios Klinik Nord, Matthias Nagel, beklagt die mangelnde Versorgung psychisch Kranker auf Hamburgs Straßen. Die Lage spitze sich immer weiter zu.
Großes Glück für vier Obdachlose in der französischen Küstenstadt Brest: Mit einem geschenkten Rubbellos gewannen sie den Höchstbetrag von 50.000 Euro.
Seit Beginn der Coronakrise sterben deutlich mehr Obdachlose auf Hamburgs Straßen. Parallel erreicht die Verelendung ein bislang unbekanntes Ausmaß. Für unsere Oktoberausgabe kommentiert Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer die Situation.