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St. Pauli, deine Paulianer/Teil 1

28. Mai 2010 | Von | Kategorie: Das Thema

Zum 100. Geburtstag des FC St. Pauli stellen wir ab heute 100 Paulianer vor, denn: den Mythos machen die Menschen!

Ohne sie wäre der Kiez-Klub ein Verein wie jeder andere. Vom schwulen Präsidenten bis zur Putzfrau, vom Papst bis zum Punk – es sind die Legenden und schrägen Vögel, die den Mythos leben. 100 Jahre St. Pauli – 100 St. Paulianer im Mini-Porträt

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Teil 1: Vom Top-Talent bis zum Aufstiegs-Trainer

Deniz Naki (20): Top-Talent mit Hang zum Provozieren. Nach dem Sieg gegen Rostock rammte Naki die Pauli-Flagge in den Hansa-Rasen. Was ihm drei Spiele Sperre einbrachte – und Standing Ovations beim nächsten Heimspiel.

Charles Takyi (25): Im „Totti vom Millerntor“  schlummert ein Poet: „Lass dir nie die Flügel brechen!“ so der Stürmer aus Ghana. „Sir“ schoss 2007 mit einem Traum-Elfmeter den FC in die Zweite Liga zurück.

Fabio Morena (29): Ein Rekord ist dem aktuellen Kapitän sicher – er kassierte die schnellste rote Karte, die je ein Spieler bekommen hat. 93 Sekunden ab Anpfiff brauchte er um vom Platz zu fliegen.

Andreas Biermann (29): Mutig: „Biere“ erklärte öffentlich, er leide an Depressionen. „Ich versuchte, mir das Leben zu nehmen.“ Der Profi steckt in einer Pechsträhne, ist dauerverletzt. Hintergrund des Outings war der Freitod von Robert Enke.

Uli Hoeneß (58): Er war schnellster Stürmer Europas (10,9 Sekunden auf 100 Meter), jüngster Manager der Liga und ist Dampf-Lok des Konzerns FC Bayern. Mit St. Pauli verbindet den Fußball-Paten eine Hass-Liebe. Erst ließ er das Fan-Magazin, das zum „Klassenkampf“ gegen die Bayern rief, gerichtlich verbieten. Später wurde er zum Helden der „Retter-Kampagne“, schenkte dem Kiez-Klub ein Benefizspiel.

André Golke (45): Acht Jahre spielte der „Holsten“ oder „Golle“ gerufene Kicker am Millerntor, 25 Tore schoss er in der Ersten Liga.

Ex-Kicker und Wasseraktivist benjamin Adrion, Foto: Mauricio Bustamante

Ex-Kicker und Wasseraktivist Benjamin Adrion, Foto: Mauricio Bustamante

Benjamin Adrion (29): Der Ex-Spieler gründete nach einem Trainingslager auf Kuba „Viva con Aqua“. 50.000 Menschen in elf Ländern hat das Projekt bisher Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft. 2009 bekam der selbstlose Kicker das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Corny Littmann (57): Er ist der einzige schwule Fußball-Präsident, der nebenbei ein Theater leitet. Und der einzige in dem Ehrenamt, der bekennt: „Ich habe von Fußball keine Ahnung!“ Seit 2002 hat Littmann den FC  vom Rande des Finanz-Ruins in die Wirtschaftlichkeit geführt und eigenhändig die alte Südtribüne abgerissen. Nachdem der Aufstieg seines Clubs in die Erste Liga im Mai perfekt war, legte er sein Amt nieder. Grund: „Mehr geht nicht.“

Michael Lorkowski (55): „Lorko“ begann 1982 als jüngster Trainer der Pauli-Geschichte und galt als beinhart. Gern strafte er Spieler mit Jogging um die Außenalster, was die listigen Kicker nicht juckte: Kaum außer Sicht stiegen sie in wartende Autos ließen sich fahren.

Dietmar Demuth (55): Erfolgsrezept des Ex-Trainers: „Man muss versuchen, den Gegner durch permanentes Tore schießen zu zermürben.“ Hat ja geklappt, 2001 mit dem Aufstieg in die Erste Liga.

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