Donald Trump geht mit voller Härte gegen die 770.000 Obdachlosen in den USA vor. Ihre Situation verschlimmert sich seit der Finanzkrise immer mehr, analysiert Autor Jan Tölva.
"Wir wissen alle, dass unsere Tage gezählt sind“, sagt Amber Whitson, „seit Trump im Amt ist und unser Land immer weiter in Richtung Faschismus abgleitet.“ Mit „wir“ meint sie diejenigen, die wie sie in den USA auf der Straße leben. Rund 770.000 Menschen sind das. Knapp 40.000 davon leben wie Whitson in der Bay Area, also dem Ballungsraum in Nordkalifornien, der sich von San Francisco über Oakland bis hinunter nach San José erstreckt und der als Mekka der Tech-Industrie gilt.
Whitson selbst ist seit fast 30 Jahren wohnungslos. Zwar hat sie zwischendurch auch mal kurz in verschiedenen Häusern gewohnt, doch das war nie von langer Dauer. Heute lebt sie in einem Campingbus in den Straßen von Berkeley. Sie weiß also sehr genau, wovon sie spricht, und sie hat den sozialen Klimawandel der letzten Jahre selbst hautnah miterlebt. „Die ersten Jahre über war der Zusammenhalt auf der Straße noch sehr groß“, schreibt sie Hinz&Kunzt per Mail. „Und auch die Polizei begegnete uns mit deutlich mehr Respekt.“
„Die Lage hat sich deutlich zugespitzt.“...
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