Bonnie und Clyde halten zusammen
Gemeinsam wollen sie den Winter draußen überstehen: Das Paar, das auf der Straße nur Bonnie und Clyde heißt. Früher hatten sie eine Wohnung, jetzt schlafen sie vor einem Kaufhaus in der City.
Gemeinsam wollen sie den Winter draußen überstehen: Das Paar, das auf der Straße nur Bonnie und Clyde heißt. Früher hatten sie eine Wohnung, jetzt schlafen sie vor einem Kaufhaus in der City.
Seit 30 Jahren macht Dieter Platte. Aber jetzt kann er nicht mehr: Wegen einer Herzerkrankung braucht er dringend einen Platz im Winternotprogramm. Dieter ist einer der Obdachlosen, die wir durch den Winter begleiten.
Sozialsenatorin Melanie Leonhard hat im Rathaus die Pläne für das Winternotprogramm für Obdachlose vorgestellt. Das Beratungsangebot soll verbessert werden. Eine ganztägige Öffnung lehnt Leonhard jedoch weiterhin ab.
Mit Beratungen im Winternotprogramm will die Stadt Obdachlosen Perspektiven aufzeigen. Das heißt aber nicht, dass auch alle Hilfe bekommen, kommentiert unser Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer.
Mit großer Mehrheit hat es die Bürgerschaft abgelehnt, das Winternotprogramm für Obdachlose sofort und auch tagsüber zu öffnen. SPD, Grüne, CDU, FDP und AfD stimmten gegen den Antrag der Linksfraktion.
Die Hamburgische Bürgerschaft debattiert über weitere Hilfen für Obdachlose. Doch es ist nicht davon auszugehen, dass sich in diesem Winter grundlegend etwas an den Hilfsangeboten ändert.
Die Linksfraktion fordert eine massive Verbesserung des Winternotprogramms für Obdachlose. Immerhin will die Sozialbehörde das bisherige Konzept überdenken.
Das Winternotprogramm ist zu Ende. Mehr als 900 Menschen sind auf einen Schlag obdachlos. Welche Perspektiven haben sie? Und was geschieht mit den Notunterkünften während der Sommermonate? Wir haben uns vor den Unterkünften und in den Behörden umgehört.
Seit November kümmerten sich Freiwillige um die Menschen im Winternotprogramm. Sie schmierten Brote, kochten Suppe und waren für die Obdachlosen da. Heute ist auch für sie der letzte Abend.
Morgen, am Donnerstag 31. März 2016 endet das städtische Winternotprogramm. Die Sozialbehörde setzt rund 1000 Obdachlose vor die Tür, die meisten von ihnen müssen wieder Platte machen.