Zu wenig Kontrollen gegen Ausbeutung
Der Mindestlohn steigt ab Januar – aber immer wieder wird Beschäftigten zu wenig gezahlt. Trotzdem wird in Hamburg nur wenig kontrolliert.
Der Mindestlohn steigt ab Januar – aber immer wieder wird Beschäftigten zu wenig gezahlt. Trotzdem wird in Hamburg nur wenig kontrolliert.
Rolf Nobel hat über Jahre Seetangsammler, Krabbenfischer, Leuchtturmwärter und andere „Arbeiter des Meeres“ fotografiert. In einem gleichnamigen Buch zeigt er nun seine Bilder von Menschen aus vier Kontinenten, deren Lebensgrundlage immer mehr in Gefahr gerät.
In den Kfz-Werkstätten Burkina Fasos arbeiten fast ausschließlich Männer. Ein Ausbildungszentrum will das ändern.
Wieviel Erntehelfer:innen verdienen, soll nach dem Willen des Bauernverbands von ihrer Nationalität abhängen. Die Bundesregierung ist uneins, Gewerkschaften erbost.
Die Pension für jobsuchende Zugewanderte ist Geschichte: Wie die Sozialbehörde der Bürgerschaft mitgeteilt hat, wurde das Modellprojekt Ende Oktober vorzeitig beendet. Begründung: Die Ziele seien nicht erreicht worden.
Ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland würden manche Hotels und Gaststätten schließen müssen, viele Fabriken und Büros blieben dreckig. Der Aufstieg der AfD könnte den Fachkräftemangel noch verschärfen.
Aldona Kucharczuk von der Hamburger Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit hat für manche ausgebeutete Erntehelfer:innen schon Tausende Euros erstritten.
Der Hamburger Senat plant eine Stärkung der Resozialisierung von Gefangenen. So sollen Menschen, die im Justizvollzug arbeiten, künftig mehr Geld bekommen und nicht mehr zum Arbeiten verpflichtet sein.
Bundesweit arbeiten nur knapp die Hälfte der Beschäftigten in tarifgebundenen Unternehmen. Dem Deutschen Gewerkschaftsbund zufolge gehen Arbeitnehmer:innen und Sozialstaat damit Millionensummen verloren.
Mit einer Pension will der Senat eingewanderte Arbeitssuchende vor der Obdachlosigkeit bewahren und bei der Jobsuche unterstützen. Nach einem Jahr Betrieb kann man sagen: mit mäßigem Erfolg.