Hinz&Kunzt-Verkäufer:innen machen mit dem Schauspielhaus Theater. Sie haben eine klassische Komödie über Reichtum und Armut in die Gegenwart transportiert. Der Regisseur will alles – nur kein „Mitleidstheater“ machen.
Hoch oben im 4. Stock des Schauspielhauses auf der Kleinen Probebühne entsteht seit Ende März etwas ziemlich Großartiges: Ein Theaterstück, bei dem Wohnungslose den Ton angeben. So wie Hinz&Künztlerin Doro: „Kannst du statt Weibsbild vielleicht Frauenzimmer sagen?“, fragt sie. Schauspielerin Angelika Richter nickt: „Ja, finde ich gut! Frauenzimmer ist auch irgendwie ein schönes Wort.“ Sie und vier Schauspielkolleg:innen proben unter der Leitung von Theater- und Filmregisseur Eike Weinreich gerade ein ganz besonderes Stück: Die Texte kommen von (ehemals) obdach- und wohnungslosen Menschen, die meisten von ihnen Hinz&Künztler:innen.
Die inszenieren das Stück auch mit. So wie Doro. Normalerweise verkauft d...
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