Im Nordosten Perus enden Geburten noch immer oft tödlich. Im unwegsamen Regenwald, wo die nächste Klinik oft nur per Boot erreichbar ist, kämpft eine Gruppe Frauen um jedes Leben.
Beim dritten Kind sollte alles gut gehen, nachdem ihr erstes mit sieben Monaten tot zur Welt kam und auch ihre zweite Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt endete. Jetzt sitzt Jhoana German auf der Terrasse ihrer Holzhütte in Nuevo Horizonte, einem Sieben-Hütten-Dorf im Norden Perus, und streicht dem schlafenden Baby in ihrem Schoß eine Locke aus der Stirn. Bunte Vögel rufen durcheinander, bellend jagen sich drei Hunde zum Ufer des Putumayo, dem Grenzfluss zu Kolumbien. Fünf Tage ist die Geburt ihres Sohnes her. Der Junge ist gesund – sie selbst überlebte nur knapp.
Eigentlich wollte ihn die 19-Jährige in der Klinik der nächsten Kleinsta...
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