Großer Andrang beim ersten Cold Dinner
Knapp zwei Wochen vor dem Start des Winternotprogramms haben am Fischmarkt 150 Menschen gegen die Wohnungsnot in Hamburg protestiert. Sie hatten sich zum „Cold Dinner“ verabredet.
Knapp zwei Wochen vor dem Start des Winternotprogramms haben am Fischmarkt 150 Menschen gegen die Wohnungsnot in Hamburg protestiert. Sie hatten sich zum „Cold Dinner“ verabredet.
An der Helgoländer Allee auf St. Pauli brennt die Matratze eines Obdachlosen – die Polizei prüft, ob es Brandstiftung war. Zwei Tage später rücken Bezirk, Polizei und Stadtreinigung an und entsorgten Zelte und Matratzen.
Weil Schlafen unter der Brücke gegen die Grünanlagenverordnung verstoße, räumte das Bezirksamt Nord eine Platte am Rübenkamp. Die Obdachlosen haben nicht nur ihren Schlafplatz verloren: Auch ihr Hab und Gut ließ der Bezirk entsorgen.
In der Kurt-Schumacher-Allee dürfen Autofahrer vor der Drogenberatungsstelle Drob Inn ab sofort nicht mehr schneller als Tempo 30 fahren. In der Vergangenheit war es zu zahlreichen Verkehrsunfällen mit Fußgängern gekommen.
In einer Bergedorfer Wohnungslosenunterkunft ist laut Polizei ein Mord geschehen. Unter anderem eine 37-jährige Wohnungslose und ihre 15-jährige Tochter sollen eine 65-jährige Unterkunftsbewohnerin umgebracht haben.
Diakoniechef Dirk Ahrens kritisiert Umgang mit Obdachlosen aus Osteuropa im Winternotprogramm. Weil viele von ihnen nicht mehr in die Notunterkünfte dürften, spricht er von einem „Zwei-Klassen-Prinzip“.
Der Bezirk Mitte vertreibt Obdachlose aus einer Grünanlage an der Kennedybrücke. Einige haben Glück, sie dürfen ihre Zelte unter der Brücke aufschlagen. Andere wissen nicht, wohin.
Am 1. November startet das Winternotprogramm. Die Linksfraktion fordert jetzt, allen Obdachlosen auch tagsüber Schutz in den Notunterkünften zu bieten.
Zu einem gemeinsamen Essen mit Obdachlosen laden Mitarbeiter aus der Wohnungshilfe ein. Hamburgs erstes „Cold Dinner“ findet am 20. Oktober auf dem Fischmarkt statt.
Neun Jahre nach der letzten Zählung will die Stadt im kommenden Frühjahr die Zahl der Hamburger Obdachlosen erheben. Hinz&Kunzt begrüßt den Vorstoß und fordert einen Hilfeplan für alle Obdachlosen.