„Wo sollen die Jugendlichen sonst hin?“

800 Sozialwohnungen gibt es am Billebogen in Lohbrügge-Ost. Freizeitangebote für Jugendliche fehlten jahrelang. Mit dem Senats-Programm Lebenswerte Stadt soll nun alles ganz schnell gehen

(aus Hinz&Kunzt 173/Juli 2007)

Wenn Martina Mußbach und Bianca Emil am Montagmorgen zur Arbeit kommen, greifen sie erst mal zum Besen. Vor dem Eingang zur Kindertagesgruppe „Kleine Strolche“ fegen sie Kippen, Flaschen und Scherben weg. Zurückgelassen von Jugendlichen, die sich am Wochenende hier aufgehalten haben.

Vom Glück des Überlebens

Warum der Dalai Lama Mitgefühl und Warmherzigkeit als die notwendigen Grundwerte der Gesellschaft sieht

(aus Hinz&Kunzt 174/August 2007)

„Wenn Sie finden, dass meine Gedanken klug sind, dann denken Sie weiter darüber nach. Und wenn Sie glauben, der Dalai Lama hat Unsinn geredet, dann vergessen Sie’s einfach!“ Der Dalai Lama lacht laut, wie so oft, steht auf aus dem Sessel, in dem er stundenlang im Schneidersitz gesessen hat, legt die Hände zum Gruß aneinander und geht.

„Ich brach in ihre Wohnung ein, sie in mein Herz“

Die romantische Geschichte von der Fußball-WM der Obdachlosen: Wie der Kanadier Roger Freire und die Schwedin Elisabeth Anderton ein Paar wurden

(aus Hinz&Kunzt 174/August 2007)

Die schönste Geschichte vom Homeless World Cup können der ehemalige Obdachlose Roger Freire und die Sozialarbeiterin Elisabeth Anderton erzählen. Sie lernten sich 2005 in Göteborg kennen.

Kunst im Büdchen

Das Hafenkiosk-Festival will Imbisse zu Orten der Kultur machen

(aus Hinz&Kunzt 174/August 2007)

Späte Ehre für einen Kulturort: Beim Hafenkiosk-Festival werden die Kioske und Imbisse im Harburger Hafen für einen Tag zu kleinen Galerien und Bühnen.

Reif für die Insel

Die Internationale Bauausstellung kommt, engagierte Bürger sind schon da: Aufbruchstimmung auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Entdeckungen zwischen Cafés, Feuchtwiesen und Autobahn

(aus Hinz&Kunzt 174/August 2007)

Früher begann für Hamburger südlich der Elbe der Balkan. Jetzt soll sich das arme Wilhelmsburg, unter anderem durch die Internationale Bauaustellung, in einen blühenden Stadtteil verwandeln – so wie einst Ottensen. Was ist dran an dieser Vision?

„Ich habe extrem viel Scheiß gebaut!“

Der bewegte Lebenslauf des Hamburger Soul-Sängers Stefan Gwildis, der jetzt bei einer musikalischen Revue im St. Pauli Theater zu erleben ist

(aus Hinz&Kunzt 175/September 2007)

„Habt ihr Maggi?“ Mit dieser Frage hat Stefan Gwildis die junge Kellnerin in der Oberhafenkantine voll auf dem falschen Fuß er­wischt. „Gwilde“ ist definitiv ein Maggi-Mann – bodenständig, handfest und ohne Gedöns. Deshalb gibt er sich auch ohne Murren mit Essig für seine Linsensuppe zufrieden.

„Ich hatte eine Scheißangst“

Warum Günter Heckler seine Beine verloren hat

(aus Hinz&Kunzt 175/September 2007)

Wir hätten ihn auch in seiner Wohnung treffen können. Aber Günter Heckler ist das noch nicht recht. „Mein Schlafzimmer sieht toll aus, aber in meinem Wohnzimmer fehlen mir noch viele Möbel.“ 17 Jahre obdachlos – da ist es ein großer Schritt, Besuch in der eigenen Wohnung zu empfangen. Deswegen erzählt er seine Geschichte vor dem Harburger Bahnhof – seinem Lieblingsplatz.

Und es geht doch!

Der Hamburger Senat achtet nicht auf fairen Einkauf. Die Stadt Düsseldorf zeigt, was möglich ist.

(aus Hinz&Kunzt 176/Oktober 2007)

Bisher kümmert sich die Stadt Hamburg nicht darum, ob ihre Zulieferer Sozialstandards einhalten. Dass es anders geht, zeigt das Beispiel Düsseldorf.

„Kommen die ins Museum?“

Kleckern und klotzen: Im Schanzenpark bauen Kinder und Erwachsene zwei Wochen lang Skulpturen und Gebäude aus Lehm

(aus Hinz&Kunzt 175/September 2007)

Noch leuchtet Carlottas Pullover in schönstem Rosa. Die dunkelblonden Haare der Achtjährigen sind zu einem ordentlichen Zopf gebunden, richtig schick sieht sie aus. Aber nicht mehr lange. Carlotta freut’s: „Ich mache mich gerne dreckig“, sagt sie fröhlich. Heute steht das Schmutzigwerden für Carlotta und die anderen Kinder der Klasse 3a von der Grundschule Sanderstraße auf dem Stundenplan. Denn die 3a ist eine der Gruppen, die sich für die neuntägige Baukunstaktion „Lehmbauten“ des Vereins Bunte Kuh angemeldet hat.

Lenka Claytons Nahaufnahmen

Für „10° Kunst: Wilhelmsburger Freitag“ porträtiert die englische Künstlerin 163 Menschen, die in einer Ausgabe des örtlichen Wochenblatts genannt wurden

(aus Hinz&Kunzt 175/September 2007)

Eins liebt Lenka Clayton besonders an ihrer Arbeit: „Dass ich fremde Menschen ansprechen und ihnen Fragen stellen kann, die man normalerweise nicht stellt“, sagt die 30-jährige Künstlerin und Dokumentarfilmerin. „Diese Grenzen zu überschreiten finde ich total aufregend.“ Ihrer Lieblingstätigkeit geht die Engländerin bei ihrem neuesten Projekt in Wilhelmsburg nach: Sie porträtiert 163 Menschen, die in einer Februar-Ausgabe des Wilhelmsburger Wochenblattes namentlich genannt wurden.