Dossier zu Zwangsräumungen

Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt

Wenn sich Mieter steigende Mieten nicht mehr leisten können, müssen sie ausziehen. Im Zweifelsfall werden sie vom Gerichtsvollzieher dazu gezwungen. Wir haben eine Zwangsräumung in Berlin begleitet, mit einem Gerichtsvollzieher über seinen Job gesprochen und uns die Situation in Hamburg angesehen. 

berlin_transparent
„Räumung is nich!“: Wie hier in Kreuzberg protestieren Berliner immer häufiger gegen die Zwangsräumung ihrer Nachbarn.

 

berlin_gülbol

Zwangsräumung in Berlin

Ali gegen Goliath

Die Zwangsräumung von Ali Gülbol ist in Berlin zu einem Symbol für steigende Mieten und Verdrängung geworden. Hunderte Menschen versuchten im Februar, der Gerichtsvollzieherin mit einer Sitzblockade den Weg zu seiner Wohnung zu versperren. Jahrelang hatte sich Gülbol vorher vor Gericht mit dem Vermieter um eine Mietsteigerung gestritten. Mehr »

 

andrejholm_300

Mieten in Berlin

„Überbelegung ist wieder ein Thema“

Sogar in Berlin steigen die Mieten ins Uferlose: Gab es in den 1990ern noch jede Menge günstigen Wohnraum, ist inzwischen Verdrängung auch in der Hauptstadt ein großes Problem. Wir haben mit dem Berliner Stadtsoziologen Andrej Holm darüber gesprochen und nach Auswegen aus der Misere gefragt. Er sagt: Neu zu bauen alleine genügt nicht, um die Mietsteigerungen zu stoppen. Mehr »

 

berlin_schmalbeinInterview mit Gerichtsvollzieher

Der Zwangsräumer

Zwei Mal im Monat rückt Olaf Schmalbein aus, um Menschen aus ihrer Wohnung zu werfen. Was der Gerichtsvollzieher vom Amtsgericht Berlin-Mitte dabei erlebt, ist belastend – für die Zwangsgeräumten wie für den 51-jährigen. Ein Erfolg ist für ihn, wenn er die drohende Räumung noch abwenden kann. Mehr »

 

Zwangsräumungen in Hamburg

1590 Mal ist es passiert

Die Zahl hat abgenommen, aber sie ist immer noch zu hoch: 1590 Zwangsräumungen gab es in Hamburg 2012. Durch die Arbeit der Fachstellen für Wohnungslosigkeit konnten viele Räumungen verhindert werden. In anderen Städten können sie noch erfolgreicher, weil sie mehr Personal haben. Mehr »

 

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *