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Hamburg Airport

Lösung für Flaschensammler

6. Februar 2015 | Von | Kategorie: Das Thema, Nachrichten

57.000 Menschen unterzeichneten an drei Tagen die an den Hamburger Flughafen gerichtete Petition „Pfandsammeln erlauben!“. Jetzt einigten sich der Airport und Hinz&Kunzt auf eine gemeinsame Lösung für das Sammeln.

Pfand_Airport

Mehr als 57.000 Menschen unterzeichneten die Petition innerhalb von drei Tagen.

Die Erleichterung bei Hinz&Kunzt ist groß. Gemeinsam mit Hamburg Airport haben wir eine einvernehmliche Lösung für das Flaschensammeln am Flughafen gefunden. „Pfand sammeln ist für viele neben Betteln die einzige Möglichkeit, sich über Wasser zu halten“, sagt Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer. „Deswegen freue ich mich, dass jetzt alle Strafanzeigen gegen Pfandsammler zurückgezogen werden.“

Mehr als 57.000 Menschen unterzeichneten die Petition für Flaschensammler auf dem Portal Change.org. „Wir danken allen, die sich engagiert haben“, sagt Karrenbauer, der auch sozialpolitischer Sprecher des Projektes ist. „Die vielen Unterschriften haben sicherlich dazu geführt, dass wir so schnell eine vorrübergehende Lösung finden konnten und Pfandsammler nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden.“

Es wurde Folgendes vereinbart:

1. Die Strafanzeigen gegen Flaschensammler werden zurückgezogen

2. Es werden keine neuen Strafanzeigen wegen Flaschensammeln gestellt

3. Für eine Testphase von drei Monaten wird das Flaschensammeln geduldet

4. Innerhalb dieser Testphase werden an geeigneten Stellen Pfandringe bzw. Pfandregale getestet, um zu vermeiden, dass in den Mülleimern nach Pfandflaschen gesucht wird

5. Für den Bereich vor der zentralen Sicherheitskontrolle soll aufgrund der besonderen Lage eine Lösung gefunden werden, die den speziellen Sicherheitsaspekten Rechnung trägt und weiterhin reibungslose Abläufe möglich macht

6. Die Flaschensammler halten sich an die übrigen Vorgaben der Hausordnung

Hinz&Kunzt und der Flughafen begleiten gemeinsam aktiv diese Testphase. Nach Abschluss der drei Monate sollen die Erkenntnisse ausgewertet und in eine langfristige Lösung überführt werden.

Wir hatten Anfang Januar darüber berichtet, dass der Hamburger Flughafen im vergangenen Jahr 97 Strafanzeigen gegen Flaschensammler gestellt hat. Eine davon gegen unseren Verkäufer Christian. „Solch eine schöne Nachricht zum Wochenende“, freute sich Christian, als wir ihm das Ergebnis des Gesprächs mit Hamburg Airport mitteilten. Für ihn und die anderen Flaschensammler endet jetzt endlich die Strafverfolgung.

Medienberichte:

Text: Jonas Füllner
Grafik: change.org

31 Kommentare
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  1. Gut gemacht! Bravo!

  2. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass vermieden werden soll, dass das Erste das jemand der mit dem Flugzeug Deutschland besucht zu sehen bekommt, Menschen sind, die im Müll wühlen…
    Das Ziel muss es sein, dass genau das in Deutschland niemand mehr nötig haben wird!

  3. Glückwunsch!!! Kann ja wohl nicht sein, dass Menschen wegen Flaschen sammeln kriminalisiert werden.

  4. den Sammlern wünsche ich alllllles Gute und auch sonst so viel Unterstützung ! Und: Danke, dass sich jemand für die Ausgegrenzten eingesetzt und nicht nur aufgeregt hat !!!!!!!!

  5. Das ist ja super, dass die Strafanzeigen zurück genommen werden. Da sieht man wieder, wie von unten nach oben verteilt werden soll und Reisende aus aller Welt ja keine ARMUT in Deutschland sehen sollen…doch das ist in Deutschland leider die traurige Realität, dass Menschen nicht mal von Ihrer Erwerbstätigkeit ein Leben in Würde führen können. Ja wir brauchen ganz viel Wachstum … im menschlich- humanen Fühlen, Denken, Handeln, Herzensangelegenheiten, Empathie und Frieden für alle Menschen in der ganzen Welt!!!

  6. Erst mal Vorne weg, top Erfolg.
    Aber, warum erwähnt keine einzige Presse, daß hierzu eine Petition lief, soll wohl nicht allzu bekannt werden. Lügen durch Desinformation.

  7. Ich weis gar nicht was der Flughafen gegen Nachhaltigkeit hat.

    Da merkt man wieder das jemand es ohne Ausbildung entschieden hat, mit Ausbildung( unter 20 Jahren) währe Soziale Kompetenz vorhanden gewesen. Da sieht man doch das Studium häufig nicht schlau macht.

    Und Flaschensammlen gibt es schon immer, das ist gut für die Umwelt. Sonst würden manche Städte extrem verdreckt sein und die Radwege am Montagmorgen mit Glasscherben.

    Ich brauche Hamburg und den Flughafen nicht.

    Ich wohne in Oldenburg ( OLDB)

  8. Uns sind keine Berichte bekannt, in denen die Petition verschwiegen wird. In allen Artikeln von Abendblatt, Welt, Mopo und NDR wird berichtet, dass innerhalb von drei Tagen bei einer online-Petition rund 57.000 Unterschriften zusammen kamen.

  9. Hat es da wirkliuch einen gegeben der ein Herz für hungernte Menschen hat, das ist ja sagenhaft, am liebsten würde man nämlich unsere Bettler mit in den Mühleimer schmeißen, es soll ja niemand sehen das es so etwas auch in Deutschland gibt. Sozial Staat da muss ich ja Lachen, wieviel arme Menschen gibt es in Deutschland und wie wenig wird denen geholfen. Na ja, trotzdem ein gleiner Lichtblick für die ganz Armen !

  10. Gratuliere!
    Ich freue mich, dass hier doch die Menschlichkeit gesiegt hat – zumindest besteht die Bereitschaft, auch eine langfristige menschlicheund oekologische Loesung zu finden.
    Ich werde die Entwicklung weiter verfolgen und wenn noetig auch wieder unterstuetzen.

  11. jedes andere Ergebnis hätte auch geheißen:

    „Laß die Ärmsten der Armen doch verrecken“ Ob sich das ein internationaler Flughafen hätte leisten können?

  12. Prima, dass es erst einmal eine Lösung gab. Ich wünsche, dass die Testphase gut verläuft und wünsche diesen
    Menschen, dass ihre Eigeninitiative gewürdigt wird.

  13. Wow, Erfolg auf ganzer Linie!
    Ist doch höchst erstaunlich, wie besorgt die Gutmenschen um ihr Negativimage in der Öffentlichkeit sind. Derartiges Verhalten muss noch viel öfter und häufiger ins Rampenlicht gezerrt werden. Das Internet ist eine Macht, darum will die Politik, dass es zensiert werden kann. Besser wären gezielte Hilfen, damit Obdachlosigkeit gar nicht erst entsteht, dann gäbe es auch dieses Pfandflaschenproblem nicht.

    mfg R. K.

  14. Na, also hat doch geklappt, super. Wir müssten uns viel öfter solidarisieren, damit die Stimme des
    Volkes gehört wird. Toll das so viele mitgemacht haben. You`ll never walk alone!!!

  15. Danke Hinz&Kunzt, das war echte Sozialarbeit am asozialen Flughafenmanagement, zum Wohle der Bedürftigen.

  16. Es ist doch schon toll, das HINZ&KUNZT diesen Weg gegangen ist !! Auch ich gehöre zu den Unterzeichnern dieser Petition !! Es ist doch schon irre, das man überhaupt so etwas machen muß, um eine Entkriminilasierung hin zu bekommen !! Ich finde, das dies genau der richtige Weg war, das es zu so ein Ergebnis gekommen ist !! Das macht doch Mut, denn man sollte sich nicht alles gefallen lassen !! (Zitat von einem Polizisten) Das es so einen Widerstand gegeben hat, das hätte sich der Chef des Flughafens wohl auch nicht vorstellen können !! Man sollte sich erst ein mal über solche maßnamen unterhalten, bevor man Menschen kriminalisiert !! Das es zu so ein Ergebnis gekommen ist,
    da zu muß man sich wohl bei allen bedanken !!
    Erich Heeder – HINZ&KUNST-VERKÄUFER

  17. Es freut mich sehr, dass endlich eine „Lobby“ für die Rechte derer eintritt, die sonst ungehört bleiben.
    Meine Unterschrift ist euch auch künftig gewiss…

    Und der Person, welche die Strafanzeigen veranlasst hat, wünsche ich für einen Monat in die Situation zu kommen, in welcher die Pfandflaschensammler sind. Vielleicht gäbe dies dem Sozialbewusstsein der betreffenden Person einen deftigen Schub in Richtung SozialKOMPETENZ…
    Nicht jeder, der dieses Leben führt, hat sich das auch so ausgesucht…

    Idealerweise könnte ja die Betreibergesellschaft des Hamburg Airport ein soziales Gewissen entwickeln, und den betroffenen Personen die Möglichkeit bieten, sich selbst und ihre Kleidung sauber zu halten. Dann könnte man dieses „Projekt“ sogar als „sozialverträgliches Recycling“ in einen grünen Mantel kleiden und somit im besten Falle auch noch eine Vorreiterrolle bekleiden – aber das bleibt wohl Idealismus… leider

  18. Wunderbar, dass es hier schon nach so kurzer Zeit ein respektables Ergebnis zu verkünden gab. Diese Ausgrenzung, Stigmatisierung und Kriminalisierung von Armut und Not ist mir allgemein unverständlich. Entweder man bezieht klare Position gegen gesellschaftliche Ungerechtigkeiten in D, die solche Überlebenspraktiken notwendig machen, oder man muss mit dem direkten Zusammentreffen von arm und reich im öffentlichen Raum leben lernen.

    Schlimm genug, dass die einen in den Urlaub oder auf Geschäftsreise fliegen, während andere im Müll nach Pfandgeldflaschen suchen müssen, um über die Runden zu kommen oder Extraausgaben zu stemmen.

    Natürlich würde ich mir wünschen, es wäre keine Not so groß, um Flaschensammler unterstützen zu müssen. Andererseits ist das immer wieder notwendig. Alles hat Würde !!!

    Lieben Gruß auch an Stephan Karrenbauer für sein Engagement !

  19. -Großen dank gebührt dem Team Hinz & Kunz(t) für ihre unermüdliche Hilfe- gegen diese nichtsnutzig/dreiste und menschenverachtende Anzeigenschikane (97!!!) und Hausverbote des Hamburger Flughafens Fuhlsbüttel !!
    Diese armen und fleißigen Menschen (Befreien den Flughafen von ihren Müll) sind Opfer eines unnötigen perfiden kapitalistischen Volksausbeutersystems (Globalisierung, Hartz IV, Privatisierung, selbstverschuldete Finanzkrise der Banken , Hunderte Milliarden € subventionen und Steuergeschänke an Industrie, Millionäre, Banken, naturzerstörende (Regional)Flughäfen u.ä.) !!
    Für die Pflaschensammler ist es schon hart genug mit den jämmerlichen paar cent Pfand – die sie sich mühevoll zusammen suchen müssen – zu überleben !!
    darum verdient der ehrliche Pfandflaschensammler den Respekt und Unterstützung der Gesellschaft und zwar Überall – auf Plätzen, Fußgängerzonen, Häfen, Bahn-/Bus-höfen,öff. Veranstaltungen, Festen,Straßen und besonders auf Airports, für ihre harte Arbeit !!!!!

  20. Da wird das Nützliche mir dem Angenehmen verbunden …
    Es ist doch für alle Beteiligten gut! Das Handeln – Pfandflaschen zu sammeln – seitens der Sammler ist nicht bloß als eigennützig zu betrachten, nein, es dient auch durchaus der allgemeinen Gemeinschaft.
    Denn die Pfandflaschen im Müll wären einfach auf dem üblichen Wege entsorgt, d.h. verbrannt worden, wenn es sich hierbei z.B. um Pklastikflaschen handelt – anstatt recycelt zu werden.
    Es kommt doch schließlich allen zugute! —
    Die Flaschensammler – sind es z.B. Obdachlose, mögen sie von manchen Menschen, die meinen, etwas Besseres zu sein, nur weil es ihnen – wie auch immer – besser geht, schief angesehen werden und deshalb auch an den Rand der Gesellschaft gestoßen oder sogar vollkommen aus ihr ausgeschlossen werden – sind und bleiben ABER ein Teil unserer Gesellschaft, auch wenn es den eben genannten Menschen überhaupt nicht passen sollte!
    Nehmen wir sie doch in unsere Mitte …

  21. Freude, Freude!!!
    Schön, dass wieder etwas bewegt wurde.
    Weiter so!!!

  22. Ich glaube zwar, dass die Mülleimer mit Pfandringen nicht mehr „durchwühlt“ werden, aber trotzdem Glückwunsch.

  23. Ich glaube zwar -> Ich bezweifle zwar

  24. Danke an den Sozialarbeiter von Hinz und Kuntz,
    da habt ihr wirklich was Gutes bewirkt. Zum Einen werden die Pfandflaschen zurückgegeben, zum Anderen ist es ein kleines Zubrot für die Sammler. Diejenigen, welche auf die Pfandflaschensammler herabblicken sind doch zu verurteilen…
    das ist doch ein Zeichen von Eigeninitiative und man sollte sich eher dafür bedanken….
    ….ich nehme selbst eine weggeworfene Flasche mit, wenn sie auf meinem Weg liegt und schäme mich nicht dafür, sondern freue mich über die 25 ct.

  25. Freut mich, dass es geklappt hat. Nur zusammen sind wir stark.

  26. […] Strafanzeigen mehr gegen Flaschensammler* im Flughafen #HH, gestellte werden zurückgezogen. o/ http://www.hinzundkunzt.de/loesung-fuer-flaschensammler-gefunden/ /via […]

  27. […] bei Facebook und Change.org war die Freude über das Ergebnis groß: „Toll! Und schön zu sehen, wie empathielose […]

  28. Wie erfreulich ist das denn!!!
    Super!
    Der nächste Schritt muß sein, dass die Flaschensammler Kohle vom Airport für die Entmüllung des Terrains erhalten…;-))

  29. […] Wasser zu halten“, freut sich Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer jetzt auf der Webseite des Magazins. „Deswegen freue ich mich, dass jetzt alle Strafanzeigen gegen Pfandsammler zurückgezogen […]

  30. DEUTSCHLAND IST ARM
    Deutschland muss sich eingestehen, dass es schon lange nicht mehr an erster Stelle steht.
    Deutschland global gesehen ist ein Entwicklungsland
    Also steh zu Deiner Armut oder verändere was.

  31. ich bin dagegn weil in hamburg flughafen pfandflaschen gesamelt wid weil die leute die da die pfandflaschen samelen sind nicht arme leute sondern ganz normale leute wie du und wie ich als nebenbei da durch verdienen. aussredem die machen die flughafen durch ihren flaschen samlerei den boden neben die mülleimer durch flüsigkeit dreckieg machen
    und die reinigung firma muss dann mehr zutun haben .

    Eine beobachtet

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