Kälteschutz für Obdachlose  : Winternotprogramm öffnet tagsüber 

Die Großunterkünfte des Hamburger Winternotprogramms haben am kommenden Wochenende auch tagsüber geöffnet. Foto: Jonas Füllner

Am kommenden Wochenende bleiben die Notunterkünfte für Obdachlose auch tagsüber offen. Die Sozialbehörde reagiert damit auf die aktuelle Wetterlage.

Weil für Samstag und Sonntag Dauerfrost und starker Schneefall erwartet werdenhat die Sozialbehörde angekündigt, das städtische Winternotprogramm und die Übernachtungsstätte Pik As auch tagsüber zu öffnen. Normalerweise müssen die obdachlosen Gäste die Großunterkünfte jeden Morgen verlassen.

Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer fordert die Behörde auf, das Winternotprogramm über das kommende Wochenende hinaus tagsüber zu öffnenEs sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Menschen ihre Unterkünfte tagsüber nicht verlassen müssen.“ Das würde auch den Schutz vor einer Corona-Infektion verbessern, wie der Gießener Virologe Friedemann Weber gegenüber Hinz&Kunzt deutlich machte.

In den vergangenen Tagen wurden weitere Forderungen nach einer Tagesöffnung des Winternotprogramms und einer Öffnung leerstehender Hotels für Obdachlose laut. „Der Gedanke daran, dass Menschen erfrieren könnten, während unzählige Hotels pandemiebedingt leerstehen, ist unerträglich“, schrieb etwa der Meteorologe Alexander König am Mittwoch auf Twitter.

 

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In Hamburg bringen derzeit mehrere private Initiativen, darunter Hinz&Kunzt, rund 140 obdachlose Menschen spendenfinanziert in Hotels unter. Für die Stadt bleiben Einzelunterbringungen die Ausnahme. Immerhin: Anfang der Woche hat die Stadt eine solche Unterkunft in Hamburg-Hamm eröffnet. 35 Menschen, „die aufgrund ihrer körperlichen oder psychischen Verfassung nach professioneller Einschätzung einer speziellen Unterbringungsumgebung bedürfen“, wie die Behörde schreibt, können seitdem in Einzelzimmern in untergebracht werden. 

Hilfe für Obdachlose

Wenn Sie hilflose Obdachlose auf der Straße sehen, sprechen Sie die Menschen an und rufen Sie den Kältebus. Die freiwilligen Helfer*innen sind unter 0151-656 833 68 zu erreichen. In Notfällen wählen Sie die 112. Tagsüber an Wochentagen ist außerdem die Bürgerhotline 42828 5000 erreichbar, über die Sozialarbeiter*innen der Bezirke verständigt werden können.

Autor*in
Lukas Gilbert
Lukas Gilbert
Studium der Politikwissenschaft in Hamburg und Leipzig. Seit September 2019 Volontär in der Hinz&Kunzt-Redaktion.

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